Leipzig - "Ich war vor einer Stunde noch bei der Bestrahlung. Es geht noch eine Weile, aber wir sind über den Berg", sagte Uwe Herrmann (63) am Freitagabend auf dem roten Teppich bei der Goldenen Henne 2026 gegenüber TAG24. Sein Anzug funkelte und auch der Modedesigner strahlte. Man hat ihm angemerkt, dass er gelöst wirkte und es ihm besser geht.
Im Frühjahr wurde bei ihm ein Merkelzellkarzinom im rechten Arm entdeckt, eine aggressive Form von Hautkrebs. Im Juni konnte der Tumor entfernt werden und der Arzt verkündete, dass der Dresdner krebsfrei ist. Und auch die nachfolgenden Behandlungen schlagen an.
"Ich werde die nächsten drei bis sieben Jahre nicht sterben. Ich bleibe noch da", versicherte Herrmann im Interview.
Sein Kampf gegen den Krebs ist noch nicht beendet. Nach der Bestrahlung könnte noch eine Immuntherapie auf den 63-Jährigen zukommen, doch auch das wird ihn sicherlich nicht stoppen können.
"Ich bin nicht tot. Ich bin ständig unterwegs. Ich liege nicht im Bett", erklärte er und erzählte, dass er in den nächsten Tagen schon wieder ein Event hat und dann beruflich nach Asien fliegt.
Für den Sachsen gehört die richtige Einstellung auch zur Genesung dazu: "Wenn man macht, was man liebt, konzentriert man sich nicht auf die Wehleidigkeit", so Herrmann.
Interview mit Uwe Herrmann bei der "Goldenen Henne 2026"
Uwe Herrmann erklärte: Nicht jeder Promi hat sein Kleid bezahlt
Der sächsische Modedesigner hat auch zahlreiche Promis für die Goldene Henne ausgestattet. Er schätzte, dass mindestens 30 bis 40 seiner Kleider bei der Preisverleihung getragen wurden.
Namen wollte er nicht nennen, denn "ein paar haben bezahlt und ein paar nicht, deswegen halte ich mich mit der Erwähnung zurück", scherzte er im TAG24-Interview.
Einen Namen nannte er dann doch. "Brisant"-Moderatorin Kamilla Senjo (51) glänzte in einem langen, grünen One-Shoulder-Kleid von Uwe Herrmann und hatte sich vorab auf Instagram für die gute Beratung bedankt.
"Die Goldene Henne ist die Hochzeit der Hühner, ohne Frauen als Hühner zu bezeichnen", erklärte der 63-Jährige mit einem Augenzwinkern. "Jeder soll das anfühlen, wo er sich wohlfühlt und was dem roten Teppich und der Veranstaltung würdig ist." Wichtig sei nur, dass man "geputzte Fingernägel und saubere Schuhe" habe.
Eine Überraschung gab es für Uwe Herrmann ebenfalls am Freitagabend. Er erzählte, dass sich Der Graf von Unheilig (56) als großer Fan des Designers outete. Darüber habe er sich gefreut.
Außerdem teilte er im Gespräch mit, dass das Zusammentreffen mit Schauspieler, Musiker und Maler Armin Mueller-Stahl (95), der die Goldene Henne für sein Lebenswerk erhielt, für ihn ein Highlight des Abends war. Die beiden sind alte Freunde und werden sicherlich den Abend in Leipzig gemeinsam gefeiert haben.