Pooths gehen leer aus: Klage nach Schmuckdiebstahl abgeschmettert

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Von Volker Danisch und Alina Eultgem

Düsseldorf - Fast viereinhalb Jahre nach dem spektakulären Diebstahl ihres Schmucks hat Moderatorin Verona Pooth (58) im Kampf um einen höheren Schadensersatz eine Niederlage erlitten.

Im Streit um den Schmuckdiebstahl muss Verona Pooth (58) eine Niederlage einstecken. (Archivbild)
Im Streit um den Schmuckdiebstahl muss Verona Pooth (58) eine Niederlage einstecken. (Archivbild)  © Federico Gambarini/dpa

Das Landgericht Düsseldorf hat die Klage der Eheleute Verona und Franjo Pooth (Az.: 9a O 382/24) gegen einen Versicherungsmakler abgewiesen.

Die Kläger können binnen eines Monats Berufung beim Oberlandesgericht Düsseldorf einlegen. Pooth war bei der Verkündung nicht anwesend.

Verona und Franjo Pooth hatten der Maklerfirma Pflichtverletzungen vorgeworfen. Erst nach dem Diebstahl des Schmucks habe sich herausgestellt, dass sie unterversichert gewesen seien, hatte Verona Pooth in der Verhandlung im März erklärt.

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Laut Gericht wurde die Versicherungssumme 2020 auf gut eine Million Euro aufgestockt, wovon 650.000 Euro auf Basis einer Liste auf Wertsachen entfielen.

Nach dem Einbruch an Heiligabend 2021 habe die Versicherung zunächst 650.000 Euro für Wertgegenstände und 5000 Euro für Bargeld angekündigt und schließlich insgesamt aber 975.000 Euro gezahlt. 

Das Gericht hat die Klage der Pooths nach dem Schmuckdiebstahl abgewiesen. (Archivbild)
Das Gericht hat die Klage der Pooths nach dem Schmuckdiebstahl abgewiesen. (Archivbild)  © Martin Gerten/dpa

Pooths sprechen von Millionen-Schaden

Verona Pooth (58) und Franjo Pooth (56) beziffern den Schaden durch den Einbruch auf mehr als eine Million Euro. (Archivbild)
Verona Pooth (58) und Franjo Pooth (56) beziffern den Schaden durch den Einbruch auf mehr als eine Million Euro. (Archivbild)  © Fabian Sommer/dpa

Nach Ansicht der Eheleute Pooth sei die von der Maklerfirma geführte Liste der Schmuckgegenstände nicht vollständig gewesen. Deren Gesamtwert solle sich vielmehr auf mehr als 1,3 Millionen Euro belaufen. 

Die Pooths warfen der Maklerfirma deshalb vor, den Wert des Schmucks falsch erfasst zu haben und forderten rund 675.000 Euro Schadenersatz. Das Landgericht wies die Klage jedoch ab, unter anderem, weil der Liste der Schmuckstücke zuvor nicht widersprochen worden sei.

Ein Vergleichsvorschlag des Gerichts platzte ebenfalls. Die Beklagten lehnten eine Zahlung von rund einem Drittel der Forderung ab, nur die Pooths hätten zugestimmt.

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"Ich habe über fünfundzwanzig Jahre mein ganzes Geld in Schmuck investiert. Das war mein Lebenswerk", hatte Verona Pooth im März der "Bild"-Zeitung gesagt.

Nach der Verhandlung im März sprach sie von einem sehr belastenden Thema, das sie immer noch mit sich rumtragen müsse. Nur ein Teil des Schadens sei aus ihrer Sicht reguliert worden, ein erheblicher Betrag offen. 

Der Einbruch in die Villa der TV-Moderatorin von Heiligabend 2021 ist bisher unaufgeklärt. Von der Beute - darunter laut Pooth ihr Hochzeitsschmuck - fehlte jede Spur.

Erstmeldung am 11. Mai um 11.33 Uhr, Update um 13.46 Uhr.

Titelfoto: Bildmontage: Federico Gambarini/dpa, Martin Gerten/dpa

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