Aussöhnung mit dem Königshaus? Prinz Harry und Meghan vor Rückkehr nach Großbritannien
Von Marc Kalpidis
London - Der britische Prinz Harry (41) und seine Frau Meghan (45) planen übereinstimmenden Medienberichten zufolge eine Rückkehr in ihre frühere Heimat.
Mehr als sechs Jahre nach ihrem Umzug in den US-Bundesstaat Kalifornien will das Paar mit seinen Kindern noch diesen Monat ins Vereinigte Königreich zurückkehren, wie der "Daily Telegraph" und die "Sun" in der Nacht zuerst meldeten.
Demnach wird die Familie eine private Unterkunft außerhalb Londons beziehen und die Kinder ab September dort zur Schule schicken.
Auch andere britische Medien wie die BBC und die Nachrichtenagentur PA berichteten über die Rückzugspläne. Eine offizielle Bestätigung des Paares oder Königspalastes gab es zunächst nicht.
Das hinderte die traditionell begeisterungsfähige Presselandschaft aber nicht an Schlagzeilen wie "Harry's coming home" (Harry kommt nach Hause) und "Megxit Bombshell" (Megxit-Hammer).
Die Royals seien zwar eingeweiht worden, hieß es, aber sehr kurzfristig: So habe König Charles III. (77) erst am Sonntag vom geplanten Rückzug der Sussexes erfahren, deren Verhältnis zur Königsfamilie über viele Jahre als zerrüttet galt.
Über die Möglichkeit, seine Enkel künftig wieder öfter zu sehen, sei er sehr erfreut, ist in der britischen Presse lesen. Auch Harrys Bruder Prinz William (44) und seine Frau Kate (44) seien inzwischen natürlich im Bilde, heißt es.
Nach "Megxit": Aussöhnung mit dem Königshaus?
Harry und die gebürtige US-Amerikanerin Meghan hatten sich 2020 von ihren royalen Pflichten losgesagt und waren mit den beiden Kindern Archie und Lilibet (heute 7 und 5 Jahre alt) nach Kalifornien gezogen - sehr zum Unmut von Queen Elizabeth II., die sehr unter dem sogenannten Megxit gelitten haben soll und 2022 starb.
Im vergangenen Jahr äußerte Harry aber den Wunsch nach einer Aussöhnung. Während eines Heimatbesuchs im September 2025 traf er seinen Vater Charles im Londoner Clarence House.
Im vergangenen Monat traf der Monarch die Familie seines entfremdeten Sohnes erstmals seit Jahren wieder - in seiner Residenz Highgrove in der englischen Grafschaft Gloucestershire. Archie und Lilibet hatten ihren Großvater davor zuletzt 2022 gesehen. Auch Königin Camilla war dem Vernehmen nach beim jüngsten Treffen dabei.
Was dort besprochen wurde, ist nicht bekannt - laut dem "Telegraph" soll ein Rückzug nach Großbritannien aber nicht Thema gewesen sein.
Der Palast beschrieb das Treffen danach als "private Familienangelegenheit". Generell soll sich der Draht zwischen Harry und Charles in den vergangenen Monaten verbessert und zu regelmäßigen Telefonaten geführt haben.
Großbritannien: Dauerhafte Rückkehr von Prinz Harry und Meghan?
Schenkt man den Berichten Glauben, so ist noch unklar, ob es bei der Rückkehr aus Kalifornien um einen dauerhaften Umzug geht oder das Vorhaben erstmal nur auf einige Monate oder Jahre angelegt ist.
Auch die Frage, welche Sicherheitsvorkehrungen für Adelsspross Harry und seine Familie künftig gelten sollen, ist wohl noch offen.
Das Innenministerium reagierte in der Nacht zugeknöpft auf die Berichte und wollte zu etwaigem Polizeischutz für die designierten Rückkehrer keine Stellung nehmen.
Harry hatte in der Vergangenheit zu verstehen gegeben, dass ausreichender Schutz für seine Frau und Kinder für ihn oberste Priorität habe und mangelnde Vorkehrungen gemeinsamen Reisen ins Königreich zeitweise entgegengestanden hätten. Den rechtlichen Anspruch auf höchste Schutzvorkehrungen hatten er und Meghan durch die Lossagung von den Royals verwirkt, in der Frage gab es diverse juristische Scharmützel.
Interessieren wird auch, wie es für die beiden beruflich weitergehen dürfte. Laut dem "Telegraph" möchte Meghan (45) das - angeblich florierende - Geschäft mit ihrer eigenen Lifestyle-Marke aus der neuen alten Heimat weiterbetreiben. Harry wiederum hätte künftig wieder mehr Zeit, um sich seinen Stiftungen und Events für wohltätige Zwecke zu widmen.
Geld aus der Staatskasse soll das Paar den Berichten zufolge nicht bekommen, seine Anwesen im kalifornischen Montecito und in Portugal vorerst behalten wollen.
Titelfoto: Bildmontage: Joel Carrett/AAP/dpa, Peter Dejong/AP/dpa, Toby Shepheard/PA Wire/dpa

