Mette-Marit den Tränen nahe: Epstein habe sie "manipuliert"

Von Julia Wäschenbach

Oslo (Norwegen) - Den Tränen nahe und mit zitternder Stimme hat Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit (52) in einem Fernsehinterview ihr Schweigen über ihre Freundschaft mit dem Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) gebrochen.

Mette-Marits (52) Name tauchte mehrfach in den "Epstein Files" auf.  © Jens Kalaene/dpa

"Ich wünschte, ich hätte ihn niemals getroffen", sagte sie dem Sender NRK. Mette-Marit und Epstein sollen über Jahre Kontakt gehabt und sich über viele private Dinge ausgetauscht haben – auch nachdem der US-Amerikaner bereits zum ersten Mal verurteilt worden war.

"Ich wusste nicht, dass er ein Sexualverbrecher war", sagte sie NRK. Sie habe sich von Epstein "manipulieren und täuschen" lassen. 

Bislang hatte sich Mette-Marit nur schriftlich zu ihrem engen Kontakt mit Epstein geäußert, der durch die Veröffentlichungen in dem Fall ans Licht gekommen war.

Royals Während sich im Hintergrund royale Skandale häufen, gibt König Charles den DJ

Der Name der Frau von Norwegens Kronprinz Haakon (52) taucht Hunderte Male in den Akten zu dem Fall auf. Das hatte in Norwegen große Kritik ausgelöst.

Anzeige

Viele Norweger zeigten sich über Mette-Marits späte Stellungnahme enttäuscht

Jeffrey Epstein (†66) soll über hunderte Mädchen und junge Frauen sexuell missbraucht haben,  © Jon Elswick/AP/dpa

Ihre Landsleute hatten Mette-Marit auch übel genommen, dass sie sich nicht früher ausführlich dazu geäußert hatte.

Das hatte der Hof mit der Gesundheit der Kronprinzessin begründet: Mette-Marit leidet an einer chronischen Lungenkrankheit. Auch der Vergewaltigungs-Prozess gegen ihren ältesten Sohn Marius Borg Høiby (29) dürfte die Kronprinzessin belastet haben. Dieser war am Donnerstag zu Ende gegangen.

"Ich bin die Mutter eines jungen Mannes, der sich in einer sehr schwierigen Situation befunden hat", sagte Mette-Marit NRK.

Royals Im Vergewaltigungs-Prozess: Staatsanwalt sieht Høiby als "Mann mit einem Aggressionsproblem"

"Außerdem ist mein Gesundheitszustand so, dass ich sehr viel Ruhe brauche. Und dieser Zustand hat sich noch etwas verschlechtert."

Mehr zum Thema Royals: