London (Vereinigtes Königreich) - Prinz Harry (41) steht in der Kritik: Während seines Besuchs in der Ukraine soll der Herzog von Sussex eine Vereinbarung mit seiner verstorbenen Großmutter gebrochen haben.
Trotz ihres Rückzugs aus dem britischen Königshaus vor mehr als sechs Jahren wollten Harry und Meghan (44) nebenher weiterhin als Teilzeit-Royals in Erscheinung treten und Geld verdienen. Doch diesem ursprünglichen Plan der Sussexes hatte Queen Elizabeth (†96) vor ihrem Tod einen entsprechenden Riegel vorgeschoben.
Harry musste seiner Großmutter zu Lebzeiten versprechen, nach dem Megxit im Jahr 2020 nicht mehr in königlicher Funktion aufzutreten und sein "halb-drin/halb-draußen"-Vorhaben auf Eis zu legen. Eine Abmachung, die bei dem 41-Jährigen inzwischen in Vergessenheit geraten zu sein scheint.
Während seines zweitägigen Besuchs in der Ukraine vergangene Woche hatte der Exil-Prinz die US-Regierung dazu aufgerufen, ihre Verpflichtungen im Ukraine-Konflikt wahrzunehmen und gleichzeitig betont, er werde "immer ein Teil der königlichen Familie" bleiben.
Royal-Experten sehen in diesem Statement einen klaren Wortbruch gegenüber der Queen: Harry "zerreiße" die Vereinbarung mit seiner verstorbenen Großmutter, kritisierte etwa der britische TV-Moderator Mark Dolan (52) laut Daily Express.
Kritik an Harrys und Meghans Australien-Reise
"Harry will meiner Meinung nach 'halb drin, halb draußen' sein - ein Status, den seine Großmutter Queen Elizabeth II. bei den Megxit-Verhandlungen ausdrücklich abgelehnt hat", erklärte Dolan demnach in seiner Talkshow.
Royals-Korrespondent Rupert Lowe (68) ging in der Sendung sogar noch weiter: Seiner Ansicht nach sei der Sohn von König Charles III. (77) "kein Teil der königlichen Familie mehr" und dennoch "verzweifelt bemüht, relevant zu bleiben".
Als Beispiel nannte er die jüngste Reise nach Australien, bei der Harry und Meghan in Krankenhäusern vorbeischauten und am berühmten Bondi Beach auftraten. "Das war praktisch eine königliche Tour", kritisierte der Adelskenner den Ablauf des Trips.
Auch Harrys Äußerungen zur Ukraine-Politik empfand Lowe als unangebracht. Obwohl der Royal betonte, "nicht als Politiker" aufzutreten, seien seine Aussagen zur US-Politik "völlig unangemessen", wenn er sich weiterhin als Teil der königlichen Familie sehe.
In den Fluren des Buckingham Palace werde "über die Eskapaden des eigenwilligen Sohnes" wohl nur noch "mit den Augen gerollt", so seine Vermutung.