Oslo - Nur wenige Tage ist es her, dass der norwegische Kronprinzensohn Marius Borg Høiby (29) verhaftet wurde. Im Gefängnis bekam er nun Besuch von seinen Eltern.
Die norwegischen Royals stehen derzeit unter enormem Druck. Seit Monaten sorgt Sohn Marius wegen zahlreicher Vorwürfe und laufender Ermittlungen für Schlagzeilen.
Erst kürzlich geriet Kronprinzessin Mette-Marit (52) in Zusammenhang mit den Epstein-Akten in die Kritik, nun rückt erneut der Prozess gegen den 29-jährigen Sohn in den Fokus der Öffentlichkeit.
Seit Anfang der Woche befindet sich der norwegische Royal in Untersuchungshaft.
Wie das norwegische Magazin Se og Hør berichtet, wurde er dort am Donnerstag von seinen Eltern Mette-Marit und Kronprinz Haakon (52) besucht. Gegen 19.30 Uhr sollen die beiden in einem dunklen BMW auf das Gelände des Osloer Gefängnisses gefahren sein.
Der heimliche Besuch soll der erste dieser Art gewesen sein. Noch nie zuvor habe ein Mitglied der norwegischen Königsfamilie ein Gefängnis aus privaten Gründen aufgesucht. Es setzt ein deutliches Zeichen für den starken familiären Zusammenhalt.
Kronprinz Haakon besuchte einen Tag später einen Kindergarten, sprach anschließend mit der Presse. "Wenn viel auf einmal los ist, wie es derzeit bei unserer Familie der Fall ist, mache ich mir ein wenig Sorgen, dass wir unsere Prioritäten nicht in der richtigen Reihenfolge setzen", wird er von "VG" zitiert. "Wir unterstützen Marius in seiner Situation."
Die Familie unterstützt sich gegenseitig
Er betonte, man werde den 29-Jährigen, der aus einer früheren Liaison von Mette-Marit stammt, begleiten und zugleich auch auf die übrigen Kinder achten.
Auch bei den Vorwürfen gegen die 52-Jährige steht ihr Ehemann fest an ihrer Seite.
Die Kronprinzessin soll laut Akten in engem Kontakt mit dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (†66) gestanden und sogar erwogen haben, ihm ihre Kinder vorzustellen.
"Sie braucht Zeit, um sich zu sammeln. Danach möchte sie mehr über den Fall erzählen. Wir hoffen auf Verständnis dafür, dass sie etwas Zeit braucht", so Haakon.
Ihr Sohn hingegen muss sich nun allein vor Gericht verantworten: In einem voraussichtlich siebenwöchigen Prozess steht der 29-Jährige wegen insgesamt 38 Anklagepunkten vor einem Osloer Gericht. Die Vorwürfe zeichnen das Bild eines Lebens geprägt von Alkoholmissbrauch, Sex und exzessiven Partys.