Vom Lipstick zum Joystick: Streamerin Rose Mondy wird "Miss Germany 2026"

München - Beim Miss-Germany-Finale in den Bavaria Studios bei München hat nach dem Publikums-Voting die Streamerin Rose Mondy (26) den Titel gewonnen.

2025 wurde sie die erste "Streamerin of the year" der EarlyGame-Awards: Rose Mondy (26) aus Nordrhein-Westfalen.
2025 wurde sie die erste "Streamerin of the year" der EarlyGame-Awards: Rose Mondy (26) aus Nordrhein-Westfalen.  © Felix Hörhager/dpa

Die bekennende Gamerin hatte es als Repräsentantin einer (angeblichen) Männer-Branche ins Finale geschafft.

Jedoch: anders, als das Klischee besagt, halten sich unter den Gamern Männer und Frauen in etwa die Waage – seit Jahren.

Zuletzt bestätigte das eine Umfrage des deutschen Gaming-Verbandes "game". 48 Prozent der "Zocker" sind demnach weiblich, 52 Prozent männlich.

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Von Geschlechter-Dominanz bei faktisch zwei Prozent, die den Unterschied machen, ist da schon lange nicht mehr zu sprechen.

Das haben die Veranstalter wohl selbst nicht ganz umrissen – gut für Mondy, die zunächst in der Kategorie "Female Mover" das Final-Ticket lösen konnte.

"Female Mover" sind eben jene Frauen, die sich in Männerdomänen behaupten. Klischee bleibt eben Klischee und der attraktiven Siegerin wird das am Ende relativ egal sein.

Corona-Krise bremste Kosmetikstudio aus – und damit begann ihr Siegeszug

Wegen Corona verlagerte Rose Mondy (vorne) einst ihre Arbeit im Kosmetikstudio als Gamerin ins Internet. Nun ist sie "Miss Germany 2026".
Wegen Corona verlagerte Rose Mondy (vorne) einst ihre Arbeit im Kosmetikstudio als Gamerin ins Internet. Nun ist sie "Miss Germany 2026".  © Felix Hörhager/dpa

Das Kind syrischer Eltern, das in jungen Jahren nach Deutschland kam, wurde bereits letztes Jahr die erste "Streamerin of the Year" der EarlyGame-Awards.

Begründet wurde dies im Mai 2025 auch mit der Lebensgeschichte von "Rosemondy": "Eine Geschichte voller Brüche, Neuanfänge – und unglaublicher Stärke", heißt es in einem Beitrag dazu.

Dabei geriet sie eher zufällig zum Job mit Controller und Webcam: Die Corona-Krise setzte einst ihrem Kosmetikstudio extrem zu.

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Wie viele andere auch entdeckte sie dann das Streaming für sich, sprach darin auch offen über ihre Sprachprobleme und über Alltagsrassismus.

"Ich zeige, dass man nicht perfekt sein muss, um Erfolg zu haben", sagt Mondy nach dem emotional und mit Tränen in den Augen gefeierten Sieg im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. 

Insgesamt wollten 2600 Frauen "Miss Germany 2026" werden, wie die Miss Germany Studios mitteilten. Neun Frauen aus drei Kategorien ("Female Founder", "Female Leader" und "Female Mover") schafften es ins Finale.

Titelfoto: Felix Hörhager/dpa

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