"Wir dürfen keine Fehler machen": Für Pflegerin Katharina wird der Nachtdienst zur Qual

Leonberg - Millionen Deutsche kämpfen mit Schlafproblemen, manche können nicht einschlafen, andere werden nach wenigen Stunden wach und finden nicht wieder zur Ruhe. Die ZDF-Reihe "37 Grad" begleitet schlaflose Menschen, deren Alltag oft zur Qual wird.

Eine Nachtschicht kann für die 28-jährige Krankenschwester Katharina zur Nervenprobe werden.  © ZDF/Uli Sontag

Eine von ihnen ist Katharina (28) aus dem baden-württembergischen Leonberg. Sie ist Intensivpflegerin in einem Krankenhaus, kümmert sich tagein, tagaus um schwer kranke Menschen. Ein Beruf, der ihre ganze Aufmerksamkeit fordert - doch genau das birgt auch Risiken.

Denn nicht selten liegt die 28-Jährige nach den Diensten wach, kann nicht schlafen, nimmt die Arbeit gedanklich mit nach Hause.

"Eigentlich darf es einen nicht beeinflussen. Wir dürfen keine Fehler machen, wir müssen immer konzentriert sein und darüber nachdenken, was wir machen. Es sind ja Menschen, mit denen wir arbeiten", weiß sie.

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Oft wacht sie nachts auf und denkt sofort daran, ob sie ihren Dienst ordnungsgemäß an die Schicht danach übergeben hat, ruft manchmal noch einmal auf Station an, um sich zu vergewissern. Die Folge: In ihren Diensten quält sie die Müdigkeit.

Häufig wechselnde Schichten sind mitursächlich für die Schlafprobleme der jungen Frau, der Tag-Nacht-Rhythmus wird immer wieder durcheinandergewirbelt. Und das, obwohl Katharina schon seit zehn Jahren auf der Intensivstation arbeitet.

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Immerhin ist Konzentration in ihrem Job das A und O, um die Patienten nicht zu gefährden.  © ZDF/Daniela Hoyer

Schichtarbeit tut Katharinas Freundschaften nicht gut

Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Ann (M.) und Anabela (r.) kämpft Katharina gegen ihre Schlafprobleme.  © ZDF/Daniela Hoyer

Gerade Nachtschichten von 20.30 bis 6.45 Uhr können da zur echten Herausforderung werden, weil die Krankenschwester regelmäßig gegen ihre Müdigkeit ankämpfen muss.

Die Folge der Schlaflosigkeit: Katharina hat häufig Kopfschmerzen und vor allem während der Nachtdienste haben diese schon etwas Migräneartiges. Doch auch ihr Sozialleben beeinflusst es, für Hobbys bleibt nur wenig Zeit, Freundschaften halten Schichtdienste oft nicht aus.

Nach einer Nacht mit nur zwei bis drei Stunden Schlaf versucht die 28-Jährige, ständig in Bewegung zu bleiben, um nicht tagsüber nicht zu müde zu werden. "Ich habe das schon im Blick, dass ich morgen wieder früh raus muss", erzählt Katharina.

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Ihren Kolleginnen Ann und Anabela geht es oft ähnlich wie Katharina. Die drei wollen sich der Schlaflosigkeit aber nicht geschlagen geben, versuchen es nun mit Meditation.

Ob das funktioniert, seht Ihr in der "37 Grad"-Folge "Schlaflos: Wenn die Nacht zum Feind wird" am Dienstagabend, um 22.15 Uhr, im ZDF oder schon jetzt in der Mediathek.

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