Deutschlands beste Klippenspringerin: Warum stürzt man sich freiwillig aus 20 Metern in die Tiefe?

Bremen - Sie liebt die Extreme: Iris Schmidbauer (31) ist Deutschlands beste Klippenspringerin. Am Freitagabend sprach die Leistungssportlerin in der Talkshow "3nach9" über ihre große Leidenschaft.

Deutschlands beste Klippenspringerin Iris Schmidbauer (31) war am Freitagabend bei "3nach9" zu Gast.  © Radio Bremen/Matthias Hornung

Moderatorin Judith Rakers (50) stellte direkt zu Beginn des Gesprächs die Frage, die sich vermutlich alle Zuschauer im Studio und an den TV-Bildschirmen gestellt hatten: "Warum stürzt man sich freiwillig aus 20 Metern in die Tiefe?"

Die Antwort der 31-Jährigen fiel kurz aus: "Weil man's kann." Sie habe einfach schon früh eine große Faszination für den Sport entwickelt. "In mir wurde ein Feuer entfacht", verdeutlichte die gebürtige Puchheimerin (Bayern).

Trotzdem begann Schmidbauer erst im Alter von 19 Jahren mit einem professionellen Trainer zu arbeiten. Das hinderte sie aber nicht daran, innerhalb weniger Jahre in die Weltspitze zu springen. Erst im Mai holte sie beim prestigeträchtigen Weltcup in Fort Lauderdale sensationell die Goldmedaille.

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"Wenn man unten angekommen ist und alles funktioniert hat, ist das natürlich eine Riesenerleichterung. Dann guckt man hoch und denkt: 'Wow, ich bin da gerade runtergesprungen'", beschrieb die Europameisterin von 2022 das Gefühl nach einem geglückten Sprung.

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Kippenspringerin Iris Schmidbauer: "Habe natürlich auch Angst"

Die gebürtige Bayerin wurde 2022 Europameisterin und holt im Mai 2026 beim Weltcup in Fort Lauderdale sensationell die Goldmedaille. (Archivfoto)  © Gregorio Borgia/AP/dpa

Zur Routine werde ihr Sport allerdings nie. "Wenn ich oben auf der Plattform stehe, habe ich natürlich auch Angst", offenbarte Schmidbauer. Ein Sprung sei "wie als wenn man mit 70, 80 km/h in die Garage fährt und einparkt", betonte sie.

Dass das auch mal in die Hose gehen kann, musste die Mutter einer Tochter am eigenen Leib erfahren. So habe sie sich schon das Steißbein gebrochen, sich eine schwere Knieverletzung zugezogen und sei nach einem Rückenklatscher erst im Krankenhaus wieder aufgewacht.

"Ich denke schon vor jedem Wettkampf: 'Warum tue ich mir das an?'", gestand die 31-Jährige. Trotzdem denke sie noch lange nicht ans Aufhören. "Ich habe schon ein paar Sprünge, die ich noch lernen möchte. Und Wettkämpfe, die ich noch gewinnen möchte", unterstrich Schmidbauer abschließend.

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Wer den Auftritt der Klippenspringerin bei "3nach9" verpasst hat, kann ihn jederzeit in der ARD-Mediathek nachholen.

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