15 Jahre nach brutalem Überfall auf Ehepaar: Anrufer bei "Aktenzeichen XY" liefern neuen Hinweis

Hamburg - 15 Jahre nach einem brutalen Überfall auf ein älteres Ehepaar in Hamburg gibt es neue Hinweise im Fall. Auslöser war die ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst", welche die Tat in der Folge am Mittwoch behandelte.

In der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst", die von Rudi Cerne (67) moderiert wird, wurde ein Fall aus Hamburg gezeigt. (Archivbild)
In der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... Ungelöst", die von Rudi Cerne (67) moderiert wird, wurde ein Fall aus Hamburg gezeigt. (Archivbild)  © Peter Kneffel/dpa

Am Morgen des 11. Mai 2011 drangen Unbekannte in das Haus eines zurückgezogen lebenden Ehepaars in Hamburg-Osdorf ein. Die Täter zerrten die damals beiden 88-Jährigen, Heinrich und Ursula, in den Keller, fesselten sie mit Kabelbindern und Klebeband.

Erbeutet haben die Verbrecher bei ihrem Überfall jedoch nichts. Stattdessen riefen sie später selbst die Polizei und verschwanden. Bis heute konnten sie nicht gefasst werden.

Durch die Ausstrahlung des Falls in der ZDF-Sendung erhofften sich die Ermittler neue entscheidende Details durch Zeugen. Und tatsächlich: Während der Sendung meldeten sich mehrere Zuschauer telefonisch, denen beim Abspielen der Originalstimmen der Täter während des Notrufs ein auffälliges Detail ins Ohr ging.

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Einer der Männer nutzte offenbar eine besondere Sprechtechnik, um Stottern zu vermeiden. Wie das ZDF am Donnerstag mitteilte, handle es sich dabei um einen neuen Hinweis, der den Ermittlern bei der Identifizierung der Täter helfen könnte.

"Aktenzeichen XY... Ungelöst": Polizei bittet weiterhin um Hinweise zum Einbruch in Hamburg

Während der Sendung ging ein neuer Hinweis im Fall des brutalen Überfalls auf ein Ehepaar ein. (Archivbild)
Während der Sendung ging ein neuer Hinweis im Fall des brutalen Überfalls auf ein Ehepaar ein. (Archivbild)  © Matthias Balk/dpa

Das betroffene Ehepaar ist inzwischen verstorben. Die beiden führten ein sehr abgeschottetes Leben, ohne bekannte Kontakte oder Verwandte. Auch das stelle die Ermittler bis heute vor Rätsel.

Zentrale Fragen lauten deshalb: Wer kannte das Ehepaar? Und wer kann Angaben zu ihrem Umfeld oder Bekanntenkreis machen?

Neben Angaben zum Ehepaar stehen auch die Notrufe der Täter weiter im Fokus. Der erste ging um 10.45 Uhr von einem Notruftelefon am Niedergeorgswerder Deich 57 in Hamburg-Georgswerder ein, der zweite um 12.20 Uhr von der Burgwedel 67 in Hamburg-Schnelsen. Die Polizei hofft auf Zeugen, die an diesen Orten damals etwas Verdächtiges beobachtet haben.

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Die Einbrecher wurden damals auf 35 bis 45 Jahre geschätzt, waren 1,75 bis 1,80 Meter groß, stämmig, dunkel gekleidet und sprachen akzentfreies Deutsch.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 040/428656789 entgegen. Für entscheidende Informationen ist eine Belohnung von 3000 Euro ausgesetzt.

Titelfoto: Peter Kneffel/dpa

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