Abfuhr bei "Bares für Rares": Was Verkäufer für kaputtes Bild fordert, ist völlig utopisch

Köln - Ein Verkäufer bei "Bares für Rares" ist mit Moderator Horst Lichter (64) direkt auf einer Wellenlänge. Und auch einen Händler hat er direkt am Wickel, der deshalb auch über seine Schmerzgrenze hinausgeht.

Hans-Jürgen Weber (65), genannt "Bärchen", will bei "Bares für Rares" einen Trödelmarktfund zu Geld machen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Freunde nennen mich Bärchen", verrät Hans-Jürgen Weber (65) aus Düsseldorf gegenüber dem früheren TV-Koch, als er den Expertenraum betritt.

Lichter gefällt auch das T-Shirt, welches der ehemalige Mitarbeiter der Stadtverwaltung trägt. Denn auf dem schwarzen Oberteil ist ein kunterbunter Bär zu sehen.

"Dann erkläre ich uns hiermit zu Freunden, ich bin der Hotte", macht er auch schnell klar.

Bares für Rares Ärger im Verkaufsraum: "Bares für Rares"-Händler geht Kollegen an

Mitgebracht hat der 65-jährige Verkäufer ein kleines Gemälde, welches Experte Colmar Schulte-Goltz (52) unter die Lupe nimmt.

"Es sind die Hochseefischer, das können wir hier sehen", erzählt der Sachverständige über das Bild, welches der Düsseldorfer auf einem Trödelmarkt gefunden habe.

Gemalt worden sei das Werk vermutlich um 1911 herum von Hans Wacker-Elsen, der ebenfalls gebürtig aus Düsseldorf stammt.

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Das Bild mit dem Namen "Hochseefischer" ist jedoch in einem sehr schlechten Zustand.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Bares für Rares"-Händler erkennen Problem beim Gemälde

Roman Runkel (65, l.) hat ein Herz mit dem Verkäufer.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Allerdings gibt es bei dem Gemälde ein Problem: "Das Bild selbst ist ohne seinen ursprünglichen Rahmen als gelittener Gegenstand zu bemerken, weil alle Ecken etwas Verlust zeigen", so der Experte.

Daher müsse es zunächst gereinigt, instand gesetzt und in einen schönen Rahmen gebracht werden, "damit es wieder neu aufleben kann", wie sogar Moderator Lichter weiß.

Trotz alledem möchte "Bärchen" für sein Bild satte 500 Euro haben - und das, obwohl er selbst gerade mal 30 Euro dafür hingeblättert hat.

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Diesen Wunschpreis hält der 52-jährige Sachverständige jedoch für utopisch. Seiner Ansicht nach seien 140 Euro bis 275 Euro realistisch.

"Wie kam das Bild in diesen Zustand?", möchte auch Händler David Suppes (37) wissen. Hans-Jürgen erklärt, dass er das Gemälde auf dem Trödelmarkt gefunden habe.

"Leider ist der Rahmen weg und es ist nicht gut gelagert worden", bringt es Roman Runkel (65) dann auf den Punkt. Dennoch gibt er mit 130 Euro das höchste Gebot ab.

"Wie sieht es mit 150 Euro aus?", pokert der Verkäufer aus Düsseldorf und hat Glück! Denn Runkel legt nach kurzem Überlegen nochmal 20 Euro drauf.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

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