"Bares für Rares"-Gäste wollen nur 80 Euro, doch ZDF-Händler sprengen Preis komplett
Köln - Eine rätselhafte Maschine sorgt bei "Bares für Rares" für staunende Blicke. Am Ende kassieren die Verkäufer einen nie für möglich gehaltenen Preis.
Wie Ramona und Micha im Gespräch mit Horst Lichter (64) berichten, haben sie einem Freund einst beim Ausmisten der Garage geholfen und dafür zur Belohnung unter anderem das in der Trödelshow feilgebotene Fundstück erhalten.
Als Experte Detlev Kümmel (58) an dem Objekt dreht, vermutet der Moderator zunächst eine Spieluhr. Kurz darauf schwenkt er jedoch um und tippt auf einen "Tätowierer". Am Ende liegt er mit beiden Annahmen völlig daneben.
Laut dem Sachverständigen, den Lichter im Verlauf der Begutachtung liebevoll als "das Spielkind vor dem Herrn" betitelt, handelt es sich bei dem kuriosen Mitbringsel um eine sogenannte Gravier-Punktier-Maschine.
Das Model "Matador" kommt im originalen Karton und garantiert eine "sehr einfache Handhabung. Fertig zum Gebrauch für jedermann". Durch Aufziehen funktioniert das rein mechanische Gerät von 1910 wie eine Art Mini-Presslufthammer.
Um zu beweisen, dass der Messing-Apparat auch heute noch tadellos arbeitet, graviert er die stilisierten Initialen D und K in seine Lupe. Lichter blickt auf das Resultat und scherzt: "Du könntest dich selbstständig machen."
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"Bares für Rares"-Händler geben zu: "Skurrile Sachen arten hier aus!"
Doch was ist das über 100 Jahre alte Werkzeug im Jahr 2026 noch wert? Micha wünscht sich "einen Waldi", was umgerechnet exakt 80 Euro entspricht. Kümmel hält mehr für möglich. Er taxiert den Wert auf 100 bis 150 Euro. Das Verkäufer-Paar ist happy.
Im Verhandlungsraum hat Händlerin Liza Kielon bei ihrem ersten Blick auf das Objekt zunächst dieselbe Idee wie Horst Lichter. "Ich könnte da 'ne Nadel einsetzen und damit auch tätowieren", lässt die 31-Jährige ihre Kollegen am Tresen wissen.
Aber auch Walter "Waldi" Lehnertz (59) ist begeistert und schwärmt: "Da habt ihr aber was Cooles mitgebracht." Das Interesse an dem Mini-Presslufthammer ist tatsächlich riesengroß. Gleich alle potenziellen Käufer bieten mit.
"Skurrile Sachen arten hier aus!", geben die Trödel-Spezialisten offen zu. Dann werden auch schon die Gebote rausgehämmert. Das letzte Wort hat dabei Kielon: Sie zahlt satte 380 Euro für das seltene Stück und damit beinahe den fünffachen Wunschpreis der Besitzer.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

