Bares für Rares: Uralt-Objekt war 40 Jahre weg, jetzt erzielt es den 68-fachen Kaufpreis!

Köln - Diese Geschichten machen den Reiz von "Bares für Rares" aus: Ein Trödelmarkt-Fundstück geht für mehr als "zwei Waldis" über den Tisch, nachdem es zuvor über 40 Jahre lang verschollen war!

Verkäuferin Reinhild (r.) und ihre Freundin Ursula haben eine alte Autohupe mit in das Pulheimer Walzwerk gebracht.
Verkäuferin Reinhild (r.) und ihre Freundin Ursula haben eine alte Autohupe mit in das Pulheimer Walzwerk gebracht.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Verkäuferin Reinhild und ihre Freundin Ursula haben in der Dienstagsausgabe der beliebten ZDF-Show eine uralte Tröte mit in das Pulheimer Walzwerk gebracht. "Drei oder fünf Mark" habe diese einst auf einem Flohmarkt gekostet.

Die Hupe war ein Geschenk an ihre Kinder und sollte "zum Quatsch machen" dienen. Doch die enorme Lautstärke brachte Reinhild schnell an die Grenzen ihrer körperlichen Belastbarkeit.

"Das war höllisch laut", erinnert sie sich im Gespräch mit Moderator Horst Lichter (61). Irgendwann habe sie das Spielzeug dann versteckt und auch 40 Jahre lang nicht mehr wiedergefunden - bis sie kürzlich ihren Notenschrank aufräumte.

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Experte Detlef Kümmel erklärt, dass es sich um eine originale Autohupe aus Messing handelt. Mehrere Lötstellen am Horn seien dafür ein eindeutiges Indiz. Möglicherweise war das Objekt auch an einer Kutsche oder einem Motorrad befestigt.

Die Herstellung durch die Firma INDIA datiert der 55-Jährige um 1910 bis 1920. Zudem bescheinigt er der Tröte einen guten Zustand. Dem kann Lichter nur beipflichten: "Die Tute tutet!"

Experte Detlef Kümmel (55) datiert die Herstellung des Messing-Objekts durch die Firma INDIA um 1910 bis 1920.
Experte Detlef Kümmel (55) datiert die Herstellung des Messing-Objekts durch die Firma INDIA um 1910 bis 1920.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Verkäuferin bringt Händler Walter Lehnertz dazu, sich selbst zu überbieten

Kult-Händler Walter "80-Euro-Waldi" Lehnertz (56) ist sehr an der Uralt-Tröte interessiert und sichert sich den Zuschlag für 170 Euro.
Kult-Händler Walter "80-Euro-Waldi" Lehnertz (56) ist sehr an der Uralt-Tröte interessiert und sichert sich den Zuschlag für 170 Euro.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Als der Moderator seine Gäste nach dem Wunschpreis fragt, erhoffen sich diese "zwei Waldis" für ihr Mitbringsel. Das Standardgebot des Kunsthändlers beträgt 80 Euro - also 160 Euro! Kümmel hält dagegen nur 50 Euro bis "einen Waldi" für realistisch.

Im Händlerraum landet die Hupe auch sogleich in den Händen von Walter Lehnertz, der sofort sein Traditionsgebot in den Raum wirft. "Wenn ich das an meinen Ford schraube, muss ich mit offenem Fenster fahren", scherzt der 56-Jährige.

Doch auch Wolfgang Pauritsch (51) und Jos van Katwijk zeigen Interesse an dem Höllenspielzeug. In Zehner-Schritten geht es aufwärts bis schließlich die magische Marke von "zwei Waldis" erreicht ist.

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Reinhild hat inzwischen Blut geleckt und beginnt zu pokern: "Einer geht noch", fordert die Verkäuferin selbstbewusst. Und tatsächlich überbietet sich Lehnertz noch einmal selbst. Für 170 Euro erhält er den Zuschlag.

Geht man von den ursprünglich investierten fünf D-Mark aus (umgerechnet etwa 2,50 Euro), dann haben die beiden Damen bei "Bares für Rares" in etwa den 68-fachen Kaufpreis für ihr Mitbringsel erzielt. Wahnsinn!

"Bares für Rares" läuft immer montags bis freitags ab 15.05 Uhr im ZDF oder vorab in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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