"Bares für Rares"-Verkäufer zahlte 17 Euro für eine Schale, der jetzige Preis ist eine Sensation

Köln - Eine äußerst ungewöhnliche Schale will ein Kandidat bei "Bares für Rares" verkaufen. Doch nicht nur die Form hinterlässt Eindruck, sondern auch der Preis, den der Bayer einst bezahlt hat.

Jakob Rasch (24) aus Türkheim in Bayern bringt eine außergewöhnliche Schale mit zu "Bares für Rares".
Jakob Rasch (24) aus Türkheim in Bayern bringt eine außergewöhnliche Schale mit zu "Bares für Rares".  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Schwülstig" findet Moderator Horst Lichter (64) die Form der Schale, die Jakob Rasch aus Türkheim in Bayern in die heiligen Trödelhallen des Pulheimer Walzwerks mitgebracht hat.

Der 24-Jährige habe das gute Stück vor ein paar Jahren in Augsburg erstanden. "Ich habe sie für 17 Euro gekauft", gibt der junge Unternehmer preis.

Was es mit der schwülstigen Form auf sich hat, weiß Expertin Heide Rezepa-Zabel (60). Denn diese sei damals "ein Ausdruck für Freiheit" gewesen. "Großzügige Formen und keine Grenzen", führt die Sachverständige weiter aus.

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Die Schale sei aus einem Stück geprägt worden und bestehe aus 812er-Silber. Zudem gebe die eingestanzte Punze Aufschluss darüber, wo das gute Stück gefertigt worden sei.

"Die sogenannte Radelpunze kommt aus Österreich", erklärt die Kunsthistorikerin, die zudem verrät, dass die Schale in der Werkstatt von Friedrich Georg Triesch in Wien im Jahre 1857 hergestellt worden sei.

Vor allem durch ihre Form besticht das Stück, welches von Friedrich Georg Triesch im Jahre 1857 hergestellt worden ist.
Vor allem durch ihre Form besticht das Stück, welches von Friedrich Georg Triesch im Jahre 1857 hergestellt worden ist.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares
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"Bares für Rares": Ungewöhnliche Schale sorgt für Begeisterung im Händlerraum

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Der gebürtige Österreicher Wolfgang Pauritsch (54, r.) zeigt sofort große Begeisterung.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Allerdings gibt es auch eine Sache, die die Expertin stört - aber nichts Wildes. "Man müsste die Schale mal putzen, am besten mit einem Tuch", erklärt die 60-Jährige.

Einst für 17 Euro gekauft, möchte der Bayer heute 700 Euro für seine Schale haben. Doch was sagt die Sachverständige? "Allein der Silberwert liegt hier schon bei 440 Euro", rechnet Rezepa-Zabel vor, weshalb sie das gute Stück auf 600 bis 700 Euro schätze.

Mit Wolfgang Pauritsch (54) scheint auch genau der richtige Ansprechpartner im Händlerraum zu sitzen. "Vielleicht hat die Sisi da ihre Pralinen schon daraus gegessen", so der gebürtige Österreicher, der mit 250 Euro startet.

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Allerdings bekommt der 54-Jährige Konkurrenz, denn selbst Walter "Waldi" Lehnertz (59), der sonst eher zurückhaltend ist, ist im Rennen.

Erst als Pauritsch 600 Euro bietet, geben die anderen Händler auf, sodass die Schale in ihr Herkunftsland zurückwandert.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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