Köln - Ungläubige Blicke bei Horst Lichter (64): Der Moderator kann nicht fassen, was die "Bares für Rares"-Verkäuferin ihm gesteht. Kann sie mit dem Objekt dennoch punkten?
Die Geschwister Hanna und Daniel aus Sigmaringen (Baden-Württemberg) sind mit einem sogenannten Expositions-Messgerät in die heiligen Trödelhallen des Pulheimer Walzwerks bei Köln gekommen.
Experte Sven Deutschmanek (50) nimmt sich dem Objekt sofort an und weiß, dass es sich dabei um ein Gerät zur Belichtung von Fotos handelt.
Blöderweise stellt der 50-Jährige schon beim ersten Anblick fest, dass das Glas zerbrochen ist. "Ich wusste, irgendwas ist falsch", scherzt der frühere TV-Koch Lichter.
"Ich war's", gesteht Hanna. Als sie den Belichtungsmesser eingepackt habe, sei er ihr leider aus der Hand gefallen.
Der 64-jährige Entertainer ist völlig fassungslos. "Ach Gott im Himmel."
"Bares für Rares"-Händler sind ratlos
Zumal das Mitbringsel äußerst alt ist. Denn wie Deutschmanek erklärt, sei das Expositions-Messgerät aus der Zeit zwischen 1870 und 1875.
Demnach habe der Firmengründer Carl Paul Goerz aus Berlin sogar ein Patent dafür angemeldet.
Leider sei das Objekt allerdings nicht im besten Zustand. Neben dem Schutzglas sei nämlich auch der Dichtungsring beschädigt. "Das kriegt man nie wieder so hin, wie es mal war", muss der Experte die Verkäufer enttäuschen.
50 Euro möchte das Geschwisterpaar für den Belichtungsmesser haben. "Wenn es heil wäre", sei der Sachverständige bei 200 bis 250 Euro, doch so könne er es nur auf 50 bis 80 Euro schätzen.
"Wir sind zu doof, um zu wissen, was das ist", gesteht Händler Wolfgang Pauritsch (54), als die beiden Verkäufer den Auktionsraum betreten.
Nachdem Hanna und Daniel aufklären, kommen auch die ersten Gebote und der Preis steigt in die Höhe. Als der 54-jährige Pauritsch dann 140 Euro bietet, ist der Ofen aber aus. "Da sagen wir nicht nein", schlägt der zufriedene Verkäufer bei dem Angebot schnell ein.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.