Köln - Hiltrud kommt bereits mit einer gewaltigen Erwartungshaltung zu "Bares für Rares", schließlich will sie vom Erlös eine Seereise finanzieren. Dann macht die Expertin eine sagenhafte Entdeckung. Im Händlerraum explodiert der Preis.
Die Verkäuferin ist mit ihrer Freundin Anneliese in das Pulheimer Walzwerk gekommen. Reisen sei ihre gemeinsame Leidenschaft, wie sie im Gespräch mit Horst Lichter (64) verraten. Ihre nächste Kreuzfahrt-Route: von Rio de Janeiro bis nach Teneriffa.
Passend dazu stammt auch ihr Mitbringsel aus Brasilien. Hiltrud erklärt: "Die Brosche ist von der Oma meines Mannes, die 1930 einen adligen Schweizer-Brasilianer geheiratet und ein paar Jahre später diesen Schmuck geschenkt bekommen hat."
Wendela Horz (56) glaubt an eine "Auftragsarbeit". Als Material wurde 750er-Gold verwendet mit einem Diamant-Besatz von 1,5 Karat. Das größte Highlight ist jedoch "dieser Stein in der Mitte, der mir das Herz aufgehen lässt" - ein farbkräftiger Aquamarin.
"Die werden am teuersten gehandelt", weiß die erfahrene Expertin. "Je mehr Farbe, umso hochwertiger." Satte 35 Karat bringt der tiefblaue Klunker auf die Waage. Mit 4500 Euro wäre die Besitzerin einverstanden, doch Horz hat sensationelle Kunde.
Sie betont: "Der Stein ist außergewöhnlich, das ist eine Rarität." Und so schätzt sie die Brosche "auf mindestens 8000 bis 10.000 Euro". Lichter ist völlig aus dem Häuschen und sagt: "Die Weichen sind gestellt für eine wunderbare, lange Seereise."
"Bares für Rares"-Kandidatin kassiert mehr als den dreifachen Wunschpreis
Im Händlerraum verfehlt das funkelnde Familienerbstück seine Wirkung ebenfalls nicht. "Wow", platzt es etwa aus Elke Velten-Tönnies (73) heraus, als sie den Schmuck samt Edelstein genauer unter die Lupe nimmt.
Die Kölnerin vermutet zunächst einen Blautopas, wird von Hiltrud aber sofort eines Besseren belehrt. "Das ist aber ein kräftiges Blau", staunt auch David Suppes (38). Sein Kollege Fabian Kahl (34) erkundigt sich unterdessen nach einem Echtheitszertifikat.
Ein solches kann die Verkäuferin nicht vorweisen. Stattdessen berichtet sie von der Vermutung der Expertin, dass der Aquamarin aus der bekannten Santa-Maria-Mine stammen könnte. Daraufhin gibt Wolfgang Pauritsch (54) das erste Gebot ab: 3000 Euro.
Anschließend dauert es nicht lange, bis die Auktion eskaliert. Velten-Tönnies erhöht sofort auf 8000 Euro. Kahl lässt mit 11.000 Euro den oberen Schätzpreis vergessen. Schlag auf Schlag geht's weiter: Erst für 14.500 Euro erhält die 73-Jährige den Zuschlag.
"Juhu", jubelt Hiltrud voller Begeisterung. Jetzt heißt es für sie und ihre Freundin: Koffer packen!
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.