Händler pfeifen auf ZDF-Experten: Ehepaar erlebt bei "Bares für Rares" ungeahnte Wende

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Köln - Ein Paar kommt mit hohen Erwartungen zu "Bares für Rares". Trotz mieser Expertise wollen die beiden in den Händlerraum. Dort erleben sie eine nicht für möglich gehaltene Wende.

"Bares für Rares"-Experte Detlef Kümmel (58) nimmt den Kinderroller aus den 1950er-Jahren genau unter die Lupe.
"Bares für Rares"-Experte Detlef Kümmel (58) nimmt den Kinderroller aus den 1950er-Jahren genau unter die Lupe.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Ist das schööön!", schwärmt Moderator Horst Lichter (64) beim Anblick des Kinderrollers, den Susanne und Andreas aus Bregenz mit in das Pulheimer Walzwerk bei Köln gebracht haben.

"Der ist schön, ja. Definitiv", muss auch ZDF-Experte Detlev Kümmel (58) zugeben.

Doch wie ist das "wunderschöne Stückchen Zeitgeschichte" in ihren Besitz gelangt? "Das habe ich tatsächlich gegen einen Heizstab eingetauscht", verrät der Verkäufer. Lichter sieht darin ein absolut sinnvolles Geschäft: "Hätte ich auch gemacht."

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Nur leider trügt der Schein: Der "Vespa"-Schriftzug wurde erst nachträglich angebracht. Nicht einmal aus Italien stammt das Kult-Gefährt. Laut Kümmel handelt es sich nämlich um ein Produkt der deutschen Firma Ferbedo aus den 1950er-Jahren.

Authentisch ist an dem Objekt ebenfalls kaum noch etwas. "Das ist nicht der originale Lack. Hier wurde deutlich nachlackiert", stellt der Sachverständige klar. Zudem wurden Schrauben, Reifen und Scheinwerfer erneuert. Das Positive: alles funktioniert.

"500 bis 700 Euro wäre super", antwortet Andreas auf die Frage nach dem Wunschpreis. Diese Summe hält Kümmel aber nur "im Originalzustand" für realistisch. So sei der Roller maximal 200 bis 300 Euro wert. Auch das wäre für den Besitzer ok.

Susanne und Andreas aus Bregenz stimmen einem Verkauf auch zu geringeren Konditionen zu und erhalten dafür die Händlerkarte.
Susanne und Andreas aus Bregenz stimmen einem Verkauf auch zu geringeren Konditionen zu und erhalten dafür die Händlerkarte.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares
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"Bares für Rares"-Händler zahlt das Dreifache der Experten-Schätzung

Schockverliebt! Händler Walter Lehnertz (59) sichert sich den Zuschlag und legt gleich mehrere grüne Scheine auf den Tisch.
Schockverliebt! Händler Walter Lehnertz (59) sichert sich den Zuschlag und legt gleich mehrere grüne Scheine auf den Tisch.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Tatsächlich kommt der Roller auch im Verhandlungsraum sehr gut an. "Oh, eine Vespa! Stark!", freut sich Julian Schmitz-Avila (39). Und auch die Augen von Walter Lehnertz (59) beginnen sofort zu leuchten: "Das ist mal ein geiles Teil!"

Der ehrliche Hinweis der Verkäufer, dass die Vespa gar keine ist, mindert das Kaufinteresse der Händler nicht. "Ich starte mit 200 Euro", verkündet Schmitz-Avila. Damit ist der untere Schätzpreis bereits erreicht. Aber es kommt noch besser.

Viel besser …

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Immer höhere Gebote fliegen durch den Raum, sodass wenige Augenblicke später sogar der ursprüngliche Wunschpreis der Gäste aus Bregenz übertroffen wird. "800 Euro mache ich noch!", sagt Anaisio Guedes (50). Lehnertz legt nochmal zehn Euro drauf.

Doch der Verkäufer hat Blut geleckt und fordert plötzlich noch mehr. "Für 880 Euro würde ich verkaufen", pokert Andreas - und wird belohnt. Lehnertz stimmt dem Deal zu.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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