Plötzlich Krach im Händlerraum: "Bares für Rares"-Verkäuferin übel abgewatscht

Köln - Freud und Leid liegen bei "Bares für Rares" oft nah beieinander. Diese leidvolle Erfahrung muss auch Verkäuferin Angelika machen. Nach einer guten Expertise wird sie im Händlerraum ganz übel abgewatscht - und zieht beleidigt ab.

Angelika aus Köln möchte bei "Bares für Rares" einen Liebhaber für ihr Schmuckstück finden.
Angelika aus Köln möchte bei "Bares für Rares" einen Liebhaber für ihr Schmuckstück finden.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Die Kölnerin ist mit einer platinierten Stabbrosche in das Pulheimer Walzwerk gereist und möchte einen neuen Liebhaber für ihr Schmuckstück finden. Dass ihr Mitbringsel von hohem Wert ist, davon ist sie komplett überzeugt. Gefährlich …

Zunächst läuft alles nach Plan, denn Expertin Heide Rezepa-Zabel (60) ist begeistert von dem, was sie da sieht. "Stabbrosche steht typisch für Spießbürgerlichkeit, aber hier haben wir viel mehr: wunderbare Bewegung", schwärmt die 60-Jährige.

Vor allem die gewellte Kontur, die die Diamanten im Übergangsschliff auf beiden Seiten umranden, schien der Sachverständigen zu gefallen: "Eine wunderschöne Fassung mit sogenannten Schattenfugen." Gefertigt worden sei das Objekt zwischen 1910 und 1915.

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Nach dieser Lobeshymne ist es anschließend kein Wunder, dass Angelika für ihre Brosche aus 585er-Gold und den 1,2-Karat-Klunkern einen saftigen Wunschpreis in den Raum wirft: "2500 bis 3000 Euro hätte ich schon ganz gerne", so ihre Forderung.

Trotz ihrer vorherigen Begeisterung muss Rezepa-Zabel die Erwartungen deutlich nach unten schrauben. Sie taxiert den Wert auf 1200 bis 1400 Euro. Die Verkäuferin stimmt den Konditionen zu. Horst Lichter (63) überreicht die Händlerkarte.

Die mit Diamanten besetzte Stabbrosche aus 585er-Gold wurde zwischen 1910 und 1915 gefertigt.
Die mit Diamanten besetzte Stabbrosche aus 585er-Gold wurde zwischen 1910 und 1915 gefertigt.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

"Bares für Rares"-Händler Wolfgang Pauritsch macht deutliche Ansage

Kein Deal! Die Verkäuferin muss ihr Verkaufsobjekt wieder mit nach Hause nehmen.
Kein Deal! Die Verkäuferin muss ihr Verkaufsobjekt wieder mit nach Hause nehmen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Besser wird die Situation im Händlerraum allerdings nicht - im Gegenteil. "Eine schöne Anstecknadel", erklärt Lisa Nüdling (45) zwar zur Begrüßung. Nach überschwänglichem Interesse klingt das aber nicht. Selbiges gilt auch für ihre Kollegen am Tisch.

Irgendwann fasst sich Wolfgang Pauritsch (53) ein Herz und gibt das erste Gebot ab. Seine 350 Euro stoßen bei Angelika jedoch auf wenig Gegenliebe. Nur langsam klettert der Preis im Anschluss in Richtung der 500-Euro-Marke.

Da wird es der Verkäuferin kurzerhand zu bunt. "Also, die Schritte sollten schon etwas höher sein", blafft sie mit missmutiger Mine in die Runde. Als Antwort schallt ihr ein irritiertes Raunen zurück. Eine Wirkung erzielt ihr Einwand nicht.

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Als Angelika ihre "absolute Schmerzgrenze" auf 1000 Euro beziffert, platzt Pauritsch der Kragen. "Ich hätte Ihnen noch 800 Euro angeboten, aber nicht 1000 Euro. Nicht, weil es das nicht wert ist, sondern weil wir so was noch im Laden haben", erklärt der Österreicher. Seine Kollegen nicken zustimmend.

Dann folgt die finale Schelle, verteilt von Nüdling. "Sie haben mehr Freude damit, wenn Sie es wieder mitnehmen", stellt die Händlerin klar. Das hat gesessen! Sichtlich beleidigt nimmt Angelika ihr Schmuckstück wieder mit nach Hause.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Titelfoto: Bildmontage: Screenshot/ZDF/Bares für Rares (2)

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