Premiere bei "Bares für Rares": Händler bieten mit unorthodoxer Methode
Köln - So ein Bietergefecht hat man bei "Bares für Rares" auch noch nicht gesehen: Ein Ehepaar hat ein Objekt dabei, welches dafür sorgt, dass die Händler in Ein-Euro-Schritten bieten.
"Eierkocher oder Waffeleisen?", will Moderator Horst Lichter (64) wissen, als er das merkwürdige Kuriosum im Expertenraum entdeckt.
Mitgebracht haben das Objekt Beate und Hubert Krug aus dem schwäbischen Vaihingen. "Die Höhensonne ist mir bei der Haushaltsauflösung meiner Oma in die Hände gefallen", verrät die Verkäuferin.
Zwar habe der Schwäbin die Farbe sehr gefallen, dennoch soll es jetzt einen neuen Besitzer bekommen.
"Heutzutage ist es nicht mehr ganz so zeitgemäß. Ich glaube, das Ding verbraucht ein bisschen mehr Strom als ein neu gebautes Einfamilienhaus", scherzt der frühere TV-Koch Lichter.
Experte Detlev Kümmel (57) nimmt sich der Höhensonne an und erklärt zunächst einmal die Funktionsweise des Geräts, welches aus den 50er oder 60er Jahren stammt und von der Firma "Quarzlampen GmbH" aus Hanaus hergestellt worden sei.
Der Sachverständige gibt preis, dass es zwei Anwendungsmöglichkeiten gebe. Neben einer Bräunungsfunktion sei auch eine Wärmebehandlung möglich.Der Sachverständige gibt preis, dass es zwei Anwendungsmöglichkeiten gebe. Neben einer Bräunungsfunktion sei auch eine Wärmebehandlung möglich.
"Bares für Rares": Christian Vechtel entgeistert über Vorgehen vom Kollegen
Und auch der Zustand sei exzellent. "Alles ist gut erhalten, nur die Farbe dürfte durch die Strahlen etwas verblasst sein", berichtet der 57-jährige Experte.
Bei ihrer Preisvorstellung sind die Schwaben bescheiden "Alles zwischen 10 und 40 Euro wäre ein Erfolg", so die Verkäuferin.
Zur Überraschung des Ehepaares ist der Sachverständige jedoch der Meinung, dass 50 bis 100 Euro für das Gerät möglich seien.
Und auch die Händler im Auktionsraum scheinen interessiert zu sein. "Stylisch", lobt Christian Vechtel (51) das Design.
Das erste Gebot kommt aber von Daniel Meyer (52), der den Bieterwettstreit mit 20 Euro eröffnet. Bei 35 Euro kommt der Deal aber ins Wackeln, sodass die Verkäuferin einen unorthodoxen Vorschlag macht.
Denn sie stellt die Möglichkeit in den Raum, in einzelnen Euro-Schritten weiterzumachen - ganz zur Freude von Meyer, der darauf eingeht und 36 Euro bietet. "Warum machst du das?", will Vechtel entgeistert wissen und bekommt eine plausible Erklärung. "Ich hab noch nie einen Euro hier geboten", so Meyer.
Bei 40 Euro nimmt aber auch das "Schneckenrennen" ein Ende und Christian Vechtel erhält den Zuschlag.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

