"Bares für Rares"-Auftritt endet mit Abbruch: Mutter und Sohn weigern sich zu verkaufen

Köln - Ein Mutter-Sohn-Duo erlebt bei "Bares für Rares" den absoluten Super-GAU. Mit sehr hohen Erwartungen angereist, verweigern die beiden kurz darauf den Gang in den Händlerraum. Es kommt zum Abbruch.

Susanne Sick und ihr Sohn Dominik (r.) wollen bei "Bares für Rares" drei kuriose Tonkrüge verkaufen.
Susanne Sick und ihr Sohn Dominik (r.) wollen bei "Bares für Rares" drei kuriose Tonkrüge verkaufen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Susanne Sick und ihr Sohn Dominik haben bei ihrem Besuch im Pulheimer Walzwerk drei Scherz-Bierkrüge mitgebracht. Horst Lichter (63) wittert sofort eine Sensation, denn für derlei Objekte gebe es "ganz außergewöhnliche Sammler".

Grund genug für den Moderator, nicht zu lange um den heißen Brei herumzureden und sich sogleich nach dem Wunschpreis zu erkundigen. "Die verkaufe ich im Namen meiner Eltern, die hätten gerne 1500 Euro dafür", posaunt Frau Sick heraus.

Die Schmerzgrenze liege bei 1350 Euro. Ein stattlicher Preis für das Gefäße-Trio, welches Albert Maier zunächst unter "kurios" einordnet. Über die Herkunft doziert der Experte: "Die drei Tonkrüge wurden von der thüringischen Porzellanmanufaktur Schierholz gefertigt."

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Als die Krüge zwischen 1880 und 1906 zum ersten Mal auf den Markt kamen, seien sie Verkaufsschlager gewesen. Doch in diesem Fall gibt es ein Problem: "Ich bin mir absolut sicher, diese Krüge sind nicht original", schockt der Sachverständige die Verkäufer.

Der Hersteller habe die Motive in den 1980er-Jahren noch einmal neu aufgelegt. Das in der ZDF-Show feilgebotene Trio stamme unzweifelhaft "aus dieser späteren Zeit". Autsch!

Leider handelt es sich bei den Exemplaren nicht um die erhofften 120 Jahren alten Originale der thüringischen Porzellanmanufaktur Schierholz.
Leider handelt es sich bei den Exemplaren nicht um die erhofften 120 Jahren alten Originale der thüringischen Porzellanmanufaktur Schierholz.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares
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Verkäufer nehmen Ware wieder mit: "Das ist für meine Eltern enttäuschend!"

Unverrichteter Dinge nehmen die beiden Verkäufer ihre gar nicht mal so seltenen "Raritäten" wieder mit nach Hause.
Unverrichteter Dinge nehmen die beiden Verkäufer ihre gar nicht mal so seltenen "Raritäten" wieder mit nach Hause.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Bevor Maier seine finale Einschätzung abgibt, möchte Lichter von ihm wissen, was die Krüge im Original wert sind. "Dann wäre ein Preis von bis zu 500 Euro pro Krug realistisch", bestätigt der Experte den ursprünglichen Wunschpreis von Familie Sick.

Für Nachbildungen gelte dies nicht. "Jetzt hab' ich ihren Preis gehört, da zieht's mir fast die Schuhe aus", gibt Maier gegenüber den Studio-Gästen unverblümt zu. Nach diesem Kommentar sacken die Gesichtszüge von Susanne und Dominik gleich noch ein Stückchen weiter gen Erdboden.

Lediglich 100 Euro pro Humpen hält der Trödel-Profi für realistisch. Aufgrund einer Beschädigung müsse er sogar noch 50 Euro abziehen. Was für ein preisliches Debakel. Die aufgerufenen 250 Euro sind selbst von der unteren Schmerzgrenze des Mutter-Sohns-Gespanns noch meilenweit entfernt.

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"Das ist für meine Eltern enttäuschend. Meine Mutter war in dem Glauben, die wären richtig alt", merkt Frau Sick traurig an. Sie entschließt sich, die Krüge wieder mit nach Hause zu nehmen. Der Experte hat Mitleid, stellt aber klar: "Es geht nicht anders."

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

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