Sensationsgewinn von 20.900 Prozent: "Bares für Rares"-Gäste räumen mit 10-Euro-Trödel ab
Köln - Ein Ehepaar erzielt bei "Bares für Rares" mit einem Billig-Kauf vom Flohmarkt einen unfassbaren Gewinn. Als die Händler die investierte Summe erfahren, sind sie sprachlos.
Monika und Rafael haben eine seltene Figur in das Pulheimer Walzwerk mitgebracht, die sie einst auf einem Trödelmarkt in Belgien entdeckten. Als sich Horst Lichter (64) nach dem Preis erkundigt, blockt der Besitzer ab: "Man muss doch nicht alles verraten."
Anschließend übergibt der Moderator das Wort an Colmar Schulte-Goltz (53). Der Experte identifiziert das Objekt sofort als den berühmten "Schneckenreiter". Urheber ist Michael Powolny, ein renommierter Keramikkünstler aus Österreich.
Laut Schulte-Goltz stehe die allegorische Darstellung des Knaben für die Kindheit, die auf dem Rücken der Schnecke symbolisch verlangsamt werde. Ein Stempel verrät dem Sachverständigen den Herstellungszeitraum zwischen 1907 und 1912.
Lichter erkundigt sich bei seinen Gästen nach dem Wunschpreis: Monika und Rafael liebäugeln mit 1500 Euro. "Vor ein paar Jahren hat das Objekt sogar 3000 Euro erzielt", ergänzt der Verkäufer beinahe schon rechtfertigend.
Der Experte hält den "Schneckenreiter" derweil für ein "sehr schönes antikes und rares Stück". Der Zustand sei trotz des hohen Alters top. Und so taxiert der Fachmann die Keramik auf 1000 bis 1500 Euro. "Wunderbar", findet Rafael.
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Ursprünglicher Kaufpreis macht "Bares für Rares"-Händler fassungslos
Im Händlerraum zieht die Rarität sofort alle Blicke auf sich. Nachdem die Verkäufer ihre Flohmarkt-Story erzählt haben, will David Suppes (38) gerne den Kaufpreis wissen. Doch Monika und Rafael schweigen weiterhin beharrlich. Eine gute Taktik?
Fabian Kahl (34) eröffnet die Auktion mit 400 Euro. Nach weiteren Geboten von Suppes, Elke-Velten-Tönnies (73) und Anaisio Guedes (50) steht der Preis bei 650 Euro. Dann wagt Wolfgang Pauritsch (54) einen gewaltigen Sprung: "Ich gebe 1000 Euro!"
Kahl zeigt sich unbeeindruckt und kontert mit 1050 Euro. "Werden solche Figuren so hoch gehandelt?", wundert sich Guedes. "Ja", antwortet Pauritsch knapp. Und Kahl ergänzt: "Powolny halt." Alles läuft auf einen Zweikampf der Show-Urgesteine hinaus.
Erst als Kahl sensationelle 2100 Euro für den "Schneckenreiter" aufruft, wirft Pauritsch das Handtuch. Zum Abschied will der Thüringer "unbedingt" noch den Flohmarktpreis erfahren. "Zehn Euro", lässt Rafael die Katze endlich aus dem Sack. Kahl wirkt geschockt. Auch seine Kollegen sind sprachlos.
"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.
Titelfoto: Screenshot/ZDF/Bares für Rares

