Turbo-Abbruch bei "Bares für Rares": Experte klopft an Objekt, Verkäufer muss sofort gehen

Köln - Ein vermeintlicher Schatz entpuppt sich bei "Bares für Rares" als Fälschung. Moderator Horst Lichter (63) ist fassungslos. Für seinen Gast ist der Auftritt sofort beendet!

Trödelshow-Kandidat Joshua Schulz (r.) trifft bei "Bares für Rares" auf Moderator Horst Lichter (63) und seinen Experten Sven Deutschmanek (49, l.).  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Joshua Schulz aus Rhauderfehn hat ein besonders großes Objekt mit in das Pulheimer Walzwerk bei Köln gebracht. Es handelt sich dabei um ein altes Karussellpferd, welches der IT-Berater vor 20 Jahren von der Cousine seine Opas geerbt hat.

Im Kopf des Gastgebers beginnt beim Anblick des Gauls sofort eine Zeitreise: "Ach Gott, ist das schön", schmachtet Lichter. "Da bin ich direkt wieder in meiner Kindheit! Das waren noch die Zeiten, wo man unglaublich gern auf die Kirmes ging."

Außer dass es 1990 gekauft worden sein soll, weiß der Verkäufer nicht viel über sein Mitbringsel. Aus diesem Grund habe er sich für die ZDF-Trödelshow beworben: Schulz möchte wissen, woher das Ross stammt, ob es echt ist und aus welchem Material es gefertigt wurde.

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Experte Sven Deutschmanek (49) nimmt das Pferd genau unter die Lupe und klopft auch daran. Dann gelangt er zu einer extrem bitteren Erkenntnis: "Es gibt so ein paar Indizien – eigentlich sogar viele –, die mich daran zweifeln lassen, dass es sich um ein altes Karussellpferd handelt!"

Anschließend geht der 49-Jährige noch weiter ins Detail und erläutert, dass Karussellpferde im Normalfall aus Holz bestünden, mit einem aufgesetzten Ledersattel und Zügeln. Aber der Klopf-Ton beweist: Der Gaul ist hohl.

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"Bares für Rares"-Host Horst Lichter verweigert Verkäufer die Händlerkarte

Dieses Karussellpferd ist leider kein Original, sondern eine Kunststoff-Replik und damit wertlos.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

In Wahrheit bestehe das vermeintliche Kirmes-Gerät aus glasfaserverstärktem Kunststoff. Es sei am Stück gegossen und frühestens Ende der 1980er-Jahre bzw. Anfang der 1990er-Jahre hergestellt worden, so Deutschmanek weiter.

Für Verkäufer Joshua ist der Schmerz damit aber noch nicht vorbei. Der Sachverständige offenbart ihm nämlich noch brühwarm, dass er für ein authentisches Karussellpferd "im perfekten Zustand einen fünfstelligen Betrag angesetzt" hätte. Autsch!

"Leider, leider ist alles neu", fasst Deutschmanek das Problem noch einmal nicht ohne ein gewisses Entsetzen in seinem Ausdruck zusammen. Es handelt sich also nur um eine billige Replik und keine Rarität. Horst Lichter bleibt keine Wahl …

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"Ich darf dir keine Händlerkarte geben, Joshua", erklärt der frühere TV-Koch bedröppelt. Ein Verkauf ist unter diesen Umständen nämlich nicht erlaubt. "Das hatte ich jetzt nicht erwartet", gesteht der Studio-Gast enttäuscht. Dann muss er das TV-Studio mit seinem Pferd auch schon wieder verlassen.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

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