XXL-Gewinn bei "Bares für Rares": Objekt sollte für zehn Euro weg, dann schlägt Zufall zu

Köln - Bei "Bares für Rares" steht ein Objekt zum Verkauf, welches einst auf dem Trödelmarkt verramscht werden sollte. Ein Zufall ändert alles – und bringt den Besitzern jetzt einen unerwarteten Geldsegen ein.

Christel und Roland wollen bei "Bares für Rares" eine über 100 Jahre alte Putte zu Geld machen.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Christel und Roland haben ein Jahreszeiten-Putto mit in das Pulheimer Walzwerk bei Köln gebracht. Wie der Studio-Gast gegenüber Moderator Horst Lichter (64) verrät, handelt es sich dabei um das Geschenk eines ehemaligen Arbeitskollegen.

Dass die Skulptur wertvoll sein könnte, glaubten die beiden nicht. "Wir dachten erst, wir geben das Ding für zehn Euro auf den Flohmarkt", gibt Roland in der ZDF-Trödelshow ganz unverblümt zu. Erst ein Opernbesuch in Wien änderte seine Meinung.

Dort sah das Ehepaar ein ähnliches Exemplar – käuflich zu erwerben für 70.000 Schilling, was damals einem Wert von rund 10.000 D-Mark entsprach. Christel und Roland kamen ins Grübeln: Verbirgt sich hinter ihrer Putte vielleicht doch ein echter Schatz?

Bares für Rares Verkäuferin beleidigt: "Bares für Rares"-Händler sorgt mit Spruch für großen Ärger

Colmar Schulte-Goltz (52) soll Licht ins Dunkel bringen. Der Experte erklärt zunächst, dass die Figur zu einer vierteiligen Serie mit den Motiven Frühling, Sommer, Herbst und Winter gehört. Ein Logo verrät die Herkunft: Wiener Keramik.

Der Entwurf stamme vom Gründer, dem österreichischen Bildhauer Michael Powolny, höchstpersönlich. "Ein viel beachteter und höchst sammelwürdiger Künstler, der bis heute von sich reden macht", wie Schulte-Goltz betont.

Anzeige
Die Keramik-Figur mit Frühlingsmotiv gilt bis heute als begehrtes Sammlerobjekt. Schätzpreis: bis zu 3700 Euro.  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Traum-Schätzung des "Bares für Rares"-Experten knapp verfehlt

Für 2650 Euro wechselt die Skulptur in den Besitz von Händler Julian Schmitz-Avila (39).  © Screenshot/ZDF/Bares für Rares

Als wäre das allein nicht schon bemerkenswert genug, bestätigt der Sachverständige kurz darauf auch noch, dass das vorliegende, zwischen 1907 und 1912 gefertigte Frühlings-Putto heute als das begehrteste Sammelmotiv der vier Figuren gilt.

Die Begeisterung ist dem Kunsthistoriker förmlich ins Gesicht gemeißelt, dennoch möchte er die Augen vor kleinen Mängeln nicht verschließen. An einigen Stellen ist bereits die Glasur abgeplatzt. Was ist das Objekt in diesem Zustand heute wert?

Lichter erkundigt sich nach dem Wunschpreis. Der ist inzwischen weit entfernt von den ursprünglichen zehn Euro. Christel und Roland hoffen auf 1000 bis 2000 Euro. Schulte-Goltz geht sogar noch höher: Er hält "2700 bis 3700 Euro" für realistisch. Wahnsinn!

Bares für Rares "Bares für Rares"-Gast Lothar will Erbstück der Ex verhökern, dann erfährt er, was es wirklich wert ist

Im Händlerraum wird die traumhafte Expertise anschließend jedoch knapp verfehlt. Nach einem offenen Gebote-Schlagabtausch sichert sich Julian Schmitz-Avila am Ende für 2650 Euro den Zuschlag. "Für solche Objekte brenne ich", gesteht der 39-Jährige. Christel und Roland sind derweil heilfroh, ihre Zehn-Euro-Flohmarkt-Idee nie umgesetzt zu haben.

"Bares für Rares" läuft montags bis freitags, ab 15.05 Uhr, im ZDF oder vorab bereits in der Mediathek.

Mehr zum Thema Bares für Rares: