Vernichtendes DSDS-Urteil für Schmusesänger Leon: "Würde bei dir nicht stehen bleiben"
Köln - Dieter Bohlen (72) ruft und schon stehen bei "Deutschland sucht den Superstar" wieder Tausende Schlange, um an den Castings teilzunehmen. In Folge 3 ist auch Leon Günther (27) aus Halle dabei, erfährt aber einen herben Dämpfer.
Der Medizinstudent ist das komplette Gegenteil von so manch anderen Teilnehmern, nicht schrill, nicht bunt - ein eher ruhiger und unauffälliger Typ mit schöner Stimme und Gitarre im Gepäck.
"Mein Traum war schon immer, von der Musik zu leben, und vielleicht kann man ja beides vereinen: im Winter als Arzt arbeiten und im Sommer auf Tour sein", erzählt der 27-Jährige vor seinem Auftritt.
Der beginnt eigentlich auch ganz vielversprechend, denn kaum hat Leon einige Akkorde von Tom Odells "Another Love" auf der Gitarre angeschlagen, lobt DSDS-Urgestein Bohlen: "Endlich mal einer, der Gitarre spielen kann."
Doch weder dem Pop-Titan noch Rapper Bushido (47) scheint das zu reichen, denn schon nach dem ersten Refrain ist Schluss, und Dieter unterbricht den ambitionierten Straßenmusiker trotz eigentlich schönem Gesang.
"Du dudelst das da runter, triffst die Töne, aber ich würde bei dir nicht stehen bleiben", so sein vernichtendes, wenn auch freundlich erklärtes Urteil. Es klinge alles sehr normal, dem Musikproduzenten fehle "der Dreck von der Straße".
"Da ist keine Kante, keine Ecke, kein Nix, was mir so ans Herz geht", hält der 72-Jährige dem sichtlich enttäuschten Sänger vor.
Kandidat Leon scheitert im DSDS-Casting: "Schade, dass sie das so gesehen haben"
Und auch Bushido kann sich dem nur anschließen: "Mir hat das Dreckige gefehlt, das Gefühl gefehlt, und es hat sich sehr clean, sehr steril angehört."
Lediglich Partyschlagersängerin Isi Glück (35) sieht Potenzial in dem gebürtigen Coburger. "Mir hat es gefallen, ich finde, du bist ein smarter Typ, der gut singen kann", so die Jurorin. Doch auch ihr "Ja" kann Leon nicht retten, ihre Kollegen entscheiden sich gegen ein Weiterkommen.
Der 27-Jährige trägt es mit Fassung. "Tut mir leid, dass ich nicht mehr überzeugen konnte", verabschiedet er sich entschuldigend.
"Ich finde es schade, dass sie das so gesehen haben, dass ich Durchschnitt bin, dass keine Emotion rüberkommt", gibt er draußen zu. Das halte ihn aber nicht davon ab, weiter Musik zu machen. "Vielleicht sieht man mich auch mal wieder hier, wer weiß. Und wenn nicht, eben auf den Straßen Deutschlands", grinst er.
Folge 3 der DSDS-Castings mit Leon und vielen weiteren Kandidaten seht Ihr am kommenden Samstag, um 20.15 Uhr, bei RTL oder schon jetzt im Stream bei RTL+.
Titelfoto: Bildmontage: RTL / Stefan Gregorowius

