Zoo Leipzig: Zebras jagen Antilopen-Jungtier in den Tod

Leipzig - Traurige Neuigkeiten aus dem Zoo Leipzig: Bei einer Verfolgungsjagd zwischen Zebras und Säbelantilopen auf der Afrika-Savanne ist ein Jungtier ums Leben gekommen. Aber es gibt auch erfreuliche Nachrichten nach dem Umzug der beiden Elefantendamen ins Saarland.

Ein Jungtier der Säbelantilopen ist bei einer Verfolgungsjagd auf der Afrika-Savanne gestorben.
Ein Jungtier der Säbelantilopen ist bei einer Verfolgungsjagd auf der Afrika-Savanne gestorben.  © Screenshot/MDR-Mediathek

In der "Elefant, Tiger & Co."-Folge 887 vom Freitagabend war eines der Themen der aktuelle Zoff auf der Afrika-Außenanlage, die sich unter anderem Giraffen, Strauße, Antilopen und Zebras teilen. 

Letztere können sich derzeit nicht riechen, wodurch sie vorübergehend abwechselnd nach draußen gelassen werden. Das Konfliktpotenzial soll eingedämmt werden.

Vor wenigen Tagen hatte sich der Streit zwischen den Afrika-Bewohnern gefährlich hochgeschaukelt. Zwei jüngere Zebra-Stuten hätten den Säbelantilopen hinterhergejagt, berichtet Tierpfleger Marco Mehner. "Selbst wenn man als Pfleger auf der Außenanlage ist, man ist gar nicht so schnell."

Mehner: "Die kleinen Antilopen verfallen dann ja auch in Panik, rennen in Gesteinshaufen rein oder in den Elektro-Weidezaun." Eines der Antilopen-Jungtiere überlebte die Jagd nicht. "In der Form hatten wir das noch nie gehabt."

Hoas und Trinhs Umzug ins Saarland, Teil 2

Die beiden Elefantenkühe Trinh (l.) und Hoa sind wohlbehalten in ihrem neuen Zuhause angekommen.
Die beiden Elefantenkühe Trinh (l.) und Hoa sind wohlbehalten in ihrem neuen Zuhause angekommen.  © Zoo Leipzig

Der zweite Teil des Umzugs der beiden Elefantenkühe Hoa (35) und Trinh (38) war wiederum ein mehr oder weniger erfreulicher Ausschnitt aus der MDR-Folge. 

Um eine langfristig intakte Herde zu bekommen, mussten die zwei Damen den Zoo Leipzig nach 33 beziehungsweise 34 Jahren verlassen. Über Nacht, mithilfe eines Krans und eines Schwertransports wurden die beiden Asiatinnen in den saarländischen Zoo Neunkirchen gefahren, um der Elefanten-Oma Kirsty (53) Gesellschaft zu leisten.

"Ich kenne sie von Anfang an. Das ist natürlich für mich nicht einfach zu sagen, dass sie jetzt gehen", hat Seniorkurator Gerd Nötzold auch ein weinendes Auge. 

Trinh bescherte dem Zoo 2002 mit Voi Nam erstmals seit 66 Jahren wieder ein Jungtier. Hoa hingegen verlor Ende September 2019 auch ihr drittes Jungtier Ben Long, das sie in Leipzig gebar (TAG24 berichtete). Zuvor hatte sie ein Baby totgetrampelt, ein zweites verstarb nach einer Operation.  

Weitere Elefantenkuh wird Leipzig verlassen

In einem gemeinsamen Container ging es über Nacht ins Saarland.
In einem gemeinsamen Container ging es über Nacht ins Saarland.  © Zoo Leipzig

Das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) gab nun grünes Licht für den Umzug nach Neunkirchen, um den Weg in der Messestadt für den weiteren Aufbau einer intakten Herde freizumachen. 

"Auch Elefantenkuh Saida (46) soll uns voraussichtlich verlassen und für sie eine passende Heimat gefunden werden, da sie mit der bestehenden Herde nicht verträglich ist", teilte der Zoo mit.

Im Gegenzug werden wegen Umbaumaßnahmen im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde entweder Kewa (36) mit den Töchtern Thuza (11) und Pantha (8) sowie Sohn Edgar (4) vorübergehend nach Leipzig kommen, oder zunächst nur die 40-jährige Astra.

Übrigens: Trinh und Hoa hätten sich in ihrer neuen Heimat wunderbar eingelebt, vor allem Trinh begutachte das Innen- und Außengehege sehr unerschrocken und neugierig. Hoa sei wie erwartet schüchterner, gewöhne sich aber mehr und mehr ein.

"Das saarländische Futter scheint beiden aber bestens zu munden", so der Zoo Neunkirchen.

Titelfoto: Screenshot/MDR-Mediathek

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