Sorge um Giraffen-Omi Gustl: "Hat halt diesen Knick im Hals"
Leipzig - Leipzigs älteste Giraffe bereitet den Tierpflegern im Zoo Sorgen. 24 Jahre ist Gustl alt und das sieht man ihr leider mittlerweile auch deutlich an. Die Seniorin steht daher unter ganz besonderer Beobachtung.
Mit sorgenvollem Blick wartet Afrika-Bereichsleiter Jens Hirmer in der neuen Folge "Elefant, Tiger & Co." am Giraffengehege auf Tierarzt Dr. Bernhard.
"Je nachdem, wie sie steht, hat sie halt diesen Knick im Hals tatsächlich", sagt Hirmer. Womöglich habe eine "Rempelei unter den Giraffen" die sichtbare Fehlstellung bei der betagten Dame ausgelöst.
"Vielleicht hat sie einen Schlag abbekommen. In manchen ihrer Positionen interpretieren wir, dass sie Schmerzen hat. Das sieht schon nach einer schweren Prellung aus", mutmaßt Hirmer.
Dass die Giraffe "immer noch schief ist", fällt dann auch dem Tierarzt auf. "Am Anfang haben wir uns schon Sorgen gemacht, weil sie den Kopf aufgelegt hat", so Dr. Bernhard. "Zwar hat sich der allgemeine Zustand des Tieres verbessert, der Knick ist jedoch nach wie vor da."
Tierarzt Dr. Bernhard: "Sie ist eben eine alte Lady"
"Wir versuchen, eigentlich relativ zeitnah, in solchen Fällen mit einer Schmerztherapie zu behandeln, um physiologisches Bewegen zu ermöglichen und eine Schonhaltung zu vermeiden", so der Zoo-Tierarzt.
Und weiter: "Eigentlich sind Wildtiere so programmiert, dass, wenn sie was Schlimmes haben, sie relativ schnell wieder zurück kommen."
In der Natur sei es schließlich zu gefährlich, Schwäche zu zeigen, erklärt Dr. Bernhard.
Da dies eine Einladung an jedes vorbeikommende Raubtier sei: "Daher haben wir gute Chancen, dass sich das selber wieder einrenkt. Sie ist eben eine alte Lady, mit einer komischen Haltung jetzt."
Die komplette Folge "Auf zu neuen Welten" von "Elefant, Tiger & Co." seht Ihr jederzeit auf Abruf in der ARD-Mediathek.
Titelfoto: Zoo Leipzig

