Leipzig - Das vor wenigen Wochen im Leipziger Zoo gestartete Kiebitz-Experiment ist gescheitert. "Elefant, Tiger & Co." zeigt, wie es jetzt weitergeht.
Bereits Ende März war der junge Kiebitz Gondolf von seinen Eltern verstoßen worden. Anstatt ihn allerdings von seiner Familie zu trennen, behielten die Pfleger ihn quasi als "Nanny" für seine noch jüngeren Geschwister weiterhin im Gehege.
Doch das scheinbar harmonische Patchwork-Family-Leben hat jetzt ein Ende. "Wir wussten, dass irgendwann der Punkt kommen wird, an dem die Eltern sagen: Du bist alt genug, zieh aus", erklärt Pflegerin Lisa. "Und der Punkt scheint jetzt gekommen zu sein."
Gondolf hat inzwischen keine ruhige Minute mehr, wird von seinen einst liebevollen Eltern drangsaliert, verjagt und in die Ecke gedrängt. Die einzige richtige Konsequenz: "Wir müssen das Experiment abbrechen und sagen, er muss raus. Zu seinem eigenen Wohl."
Zu groß sei das Risiko, dass er das Gehege aus Angst verlassen und dann ziellos durch die Weiten des Gondwanalandes herumirren würde. Und so ist die Trennung der Kiebitz-Familie unausweichlich.
Dramatische Rettungsaktion: Gondolf wird von aggressiven Eltern getrennt
Mit vereinten Kräften und jeder Menge Mehlwürmer gelingt es den Pflegern schließlich, Gondolf einzufangen und in die rückwärtige Vogelhaltung zu transportieren. Dort leben verschiedene Vogelarten auf entspannte Weise zusammen, abseits der öffentlichen Flächen.
Sein neues Zuhause wird sich Gondolf - es ist übrigens noch unklar, ob es sich um ein Männchen oder ein Weibchen handelt - mit einem männlichen Artgenossen teilen. Der lebt bereits seit rund einem Jahr alleine dort.
"So geheuer ist dem das nicht", bemerkt Lisa sofort. Es heißt jetzt also: Daumen drücken!
Die komplette "Elefant, Tiger & Co."-Folge seht Ihr ab sofort in der ARD-Mediathek.