Jan Ullrich enthüllt schmerzhafte Methode nach Rad-Stürzen: "Ohnmächtig davon geworden"

Hamburg - 1997 gewann Jan Ullrich (52) als erster Deutscher die Tour de France. Doch der Profiradsport brachte Höhen und Tiefen mit sich - darunter auch der Dopingskandal Mitte der 2000er-Jahre. Was während seiner Zeit als Sportler außerdem häufiger vorkam: Stürze vom Fahrrad mit heftigen Schürfwunden.

Neben Jan Ullrich (52, l.) war auch Comedian Özcan Cosar (45, r.) am Donnerstag bei "Inas Nacht" zu Gast.  © NDR/ARD/Morris Mac Matzen

"Wenn du gestürzt bist und du hattest eine große Wunde, hat man sich die mit der Nagelbürste ausgebürstet?", fragt Ina Müller (61) den Sportler bei "Inas Nacht" in der Folge vom Donnerstag fassungslos.

"Das ist so schrecklich. Mir rollen sich die Fußnägel gerade bis hoch zu den Knien", fügt die Moderatorin bei dem Gedanken an das beschriebene Szenario an. "Und du bist davon nie ohnmächtig geworden?", möchte Müller wissen.

"Doch", gesteht der heute 52-Jährige. Weshalb er diese schmerzhafte Methode zum Reinigen der Wunden angewendet habe? "Das hat den Zweck: Da ist ja immer noch Dreck in der Wunde, weil du stürzt ja auf der Straße oder im Sand. Und das bekommst du nie ganz raus mit normalem Wasser", fährt er fort.

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Die Lösung: "Wenn du das aufbürstest mit einer Bürste, dann blutet es nochmal stark und damit blutet es den ganzen Dreck aus der Wunde. Und obwohl das sau wehtut und ich auch schon ohnmächtig davon geworden bin, sparst du dir im Schnitt eine Woche."

So bilde die Wunde nach Angaben des Sportlers dadurch keinen Eiter mehr, wenn der Sand und die Steinchen raus sind und verheile dadurch schneller. So könne einfach ein Verband angebracht werden und die Sache sei erledigt.

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Jan Ullrich bei "Inas Nacht" über Wundenreinigung: "Habe ich auf der Sportschule gelernt"

Heute hat sich der frühere Radprofi von seinem Skandal und Eskapaden erholt. (Archivfoto)  © Felix Schröder/dpa

Noch in der DDR sei Ullrich diese Methode zum Umgang mit Wunden beigebracht worden, die er später offenbar auch beibehalten habe. "Das habe ich auf der Sportschule in der Ausbildung gelernt und unser Trainer war auch ein harter Hund", erinnert er sich an seine Anfänge.

Nach seinem Sieg der Tour de France Ende der 90er radelte sich Profi über mehrere Jahre hinweg von Erfolg zu Erfolg. Kurz vor der Tour de France 2006 wurde er aufgrund von ersten bekanntgewordenen Dopingvorwürfen gesperrt. Anfang 2007 gab Ullrich dann das Ende seiner sportlichen Karriere bekannt.

Es folgten Alkoholeskapaden und psychische Probleme. Erst 2023 legte Ullrich schließlich ein umfassendes Geständnis zu dem Dopingskandal ab.

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Heute hat sich der 52-Jährige von Alkohol und Drogen distanziert, treibt viel Sport, macht Yoga und engagiert sich wieder im Radsport als Markenbotschafter, Experte und Gast bei Events.

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