Guido Cantz wird deutlich: Was den Komiker inzwischen richtig stört
Köln - Guido Cantz (54) ist eine Institution im Kölner Karneval. Doch inzwischen hat sich auch dort etwas getan, das dem Komiker auf den Geist geht, wie er im "Kölner Treff" verrät.
Auf die Frage von Moderator Micky Beisenherz (48), wie sich der Karneval in den vergangenen Jahren verändert hat, wird der 54-Jährige deutlich: "Es ist auf jeden Fall schwieriger geworden, die Leute zum Zuhören zu bekommen", so Guido, der im Stadtteil Porz wohnt.
Vor allem die Ablenkung durch Handys sei deutlich größer geworden als früher, wie der Komiker preisgibt.
Trotzdem will der 54-jährige Kölner die Flinte nicht ins Korn werfen. "Es macht mir weiterhin einen Riesenspaß. Das Publikum will halt weiterhin auch Sprecher hören und nicht nur Musik", macht Cantz klar.
Und das, obwohl man Karneval mit Hochleistungssport vergleichen könne.
"Wenn du, so wie ich, achtmal am Tag eine halbe Stunde auf der Bühne stehst, vor unterschiedlichem Publikum, ist das schon anstrengend", gibt er zu.
Gemeinsam mit Sabine Heinrich: Guido Cantz moderiert den Rosenmontagszug
Mittlerweile habe er sein Programm schon drastisch heruntergeschraubt, denn früher habe er 13 Mal am Tag auf der Bühne gestanden.
Um abschalten zu können, gehe der 54-Jährige gerne in die Eistonne, wie er verrät. Während der Session habe er das immer montags und freitags gemacht - bei einem Heilpraktiker mit flüssigem Stickstoff.
Doch warum tut er sich das an? "Das ist für die Gelenke gut. Ich habe Arthrose in beiden Knien", gibt er offen zu.
Seit 35 Jahren steht Guido Cantz inzwischen auf der Bühne. Mittlerweile begleitet er als Moderator auch den Rosenmontagszug. Wie gefährlich das sein kann, hat er dieses Jahr am eigenen Leib erlebt.
Denn Kollegin Sabine Heinrich (49) wurde in der Übertragungskabine am Zugweg von einer Kamelle am Kopf getroffen. "Das kommt davon, weil sie immer das Fenster aufmacht, was natürlich ein Anfängerfehler ist", erklärt der Kölner abschließend.
Titelfoto: Oliver Berg/dpa

