Hammer-Verträge bei "Let's Dance": Stars unterschreiben irre Klauseln

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Köln - Am kommenden Freitag wird der Sieger der 19. Staffel von "Let's Dance" ermittelt. Emotionen dürften dabei ordentlich im Spiel sein. Allerdings spielt auch das Thema künstliche Intelligenz eine große Rolle bei der RTL-Show.

Rapper Milano (27) und Marta Arndt (36) kämpfen am kommenden Freitag um den Sieg bei "Let's Dance". Angeblich haben alle Kandidaten Verträge mit KI-Klauseln unterschrieben.
Rapper Milano (27) und Marta Arndt (36) kämpfen am kommenden Freitag um den Sieg bei "Let's Dance". Angeblich haben alle Kandidaten Verträge mit KI-Klauseln unterschrieben.  © Thomas Banneyer/dpa

Wie "Bild" nämlich erfahren haben will, alle 14 Kandidaten einen Vertrag mit weitreichenden KI-Klauseln unterschrieben.

So dürfe alles, was bei der Produktion aufgezeichnet wird, in Zukunft auch für KI-Systeme genutzt werden. Unter anderem sollen Gesichter, Stimmen, Bewegungen, Emotionen, Interviews, Trainingsszenen und sogar mögliche Streit-Szenen hinter der Kulisse betroffen sein.

Auch Material, welches niemals ausgestrahlt werde, dürfe archiviert und analysiert werden.

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Nach Informationen von "Bild" sei es durch die Verträge gestattet, Bild, Ton und Sprache der Kandidaten mithilfe von KI-Technologien zu bearbeiten. Demnach sei es erlaubt, Veränderungen von Stimmen oder Lippenbewegungen vorzunehmen.

Deepfakes oder komplette KI-Klone sollen zwar nicht genannt werden, allerdings seien die Formulierungen im Vertrag nicht unbedingt deutlich. Auch, damit zukünftige Technologien automatisch mit abgedeckt werden können.

"Let's Dance": So hoch sollen die Gagen der Stars sein

Die Gagen der Promis sollen bei 50.000 bis 70.000 Euro liegen. Eine Extra-Vergütung für die KI-Klauseln soll es jedoch nicht geben.
Die Gagen der Promis sollen bei 50.000 bis 70.000 Euro liegen. Eine Extra-Vergütung für die KI-Klauseln soll es jedoch nicht geben.  © Thomas Banneyer/dpa

Demnach dürfe die Produktion auswerten, welche Emotionen oder Konflikte beim Publikum am besten funktionieren könnten. Daher sei es möglich, dass Streit oder Zusammenbrüche künftig per Datenanalyse ausgewertet werden.

Von Vorteil sei, dass die Produktion dann besser und schneller reagieren könne, was bei den Fans gut ankommt. Auch technisch sei dann einfach mehr möglich.

Denkbar sei es wohl auch, dass es dann irgendwann sogar virtuelle TV-Avatare oder digitale Doppelgänger von Promis gebe, damit diese für Trailer, Social-Media-Inhalte oder internationale Formate nicht wieder vor die Kamera müssen.

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Geldtechnisch verändere sich durch die krassen KI-Klauseln aber wohl nichts für die Kandidaten. Wie "Bild" wissen will, liege eine normale "Let's Dance"-Gage bei 50.000 bis 70.000 Euro.

Eine Extra-Vergütung für den KI-Einsatz werde demnach im Vertrag aber nicht erwähnt.

"Genau hier verändert sich gerade die gesamte Unterhaltungsbranche. Reality-TV wird zum großen Datenpool", erklärt ein Insider. Doch was ist an den KI-Klauseln dran? "Wir kommentieren keine vertraglichen Details", so ein Sprecher von RTL gegenüber TAG24.

Titelfoto: Thomas Banneyer/dpa

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