Frau in Hamburg angefahren: Sanitäter beschweren sich über "Phänomen" Autofahrer

Hamburg - Ein Verkehrsunfall in Hamburg: Routine für die Sanitäter in der Hansestadt. Doch um zum Patienten zu gelangen, müssen sich die Retter immer wieder durch die Blechlawinen kämpfen. Und können sich (zu) selten auf andere Verkehrsteilnehmer verlassen.

Daniel Tim (36) hockt neben einer Frau, die von einem Auto angefahren wurde.
Daniel Tim (36) hockt neben einer Frau, die von einem Auto angefahren wurde.  © RTLZWEI

In der Johanniter-Unfall-Hilfe der Rettungswache Eilbek geht die Einsatzmeldung Verkehrsunfall ein. Notfallsanitäter Daniel Tim (36) und Rettungssanitäter Mathias Vollmer (57) machen sich mit ihrem Rettungswagen und dem RTLZWEI-Team von "Nachtschicht" auf den Weg zum Ort der Alarmierung.

In St. Georg hat sich ein Unfall unter Beteiligung einer Fußgängerin ereignet, wie sie aus der Einsatzzentrale erfahren. "Frau angefahren klingt natürlich erst mal dramatisch. Natürlich bereitet man sich da insgeheim auch auf schwerere Verletzungen vor", sagt der seit 15 Jahren im Rettungsdienst tätige Tim.

Vollmer, der den RTW in den Stadtteil St. Georg steuert, muss sich allerdings mit Unwegsamkeiten auseinandersetzen. Denn nicht alle Verkehrsteilnehmer reagieren auf Blaulicht und Sirene korrekt.

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"Die Autofahrer in Hamburg sind ein Phänomen, finde ich. Die machen alles, nur nicht das, was sie machen sollen. Man fährt auf eine rote Ampel zu, dann stehen die zweispurig da und warten. Im Grunde genommen müssten sie nur nach links und rechts ausweichen, machen sie aber nicht", beschwert sich der 57-Jährige.

Nachtschicht - Einsatz für die Lebensretter: "Der Herr hat mich nicht gesehen"

Gemeinsam mit seinem Kollegen Mathias Vollmer (57, l.) müssen mögliche Verletzungen herausgefunden werden.
Gemeinsam mit seinem Kollegen Mathias Vollmer (57, l.) müssen mögliche Verletzungen herausgefunden werden.  © RTLZWEI

Als sie am Unfallort eintreffen, ist die Polizei bereits da und kann erste Infos überliefern. So sei die Frau von hinten angefahren worden und mit ihrem Hintern auf die Motorhaube geprallt.

"Der Herr hat mich nicht gesehen und dann hat er mich mit dem Steißbein erwischt", erklärt das Unfallopfer, das auf der Motorhaube gelandet ist und auch mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe knallte.

Die Sanitäter untersuchen sie äußerlich nach offenen Wunden und heben sie anschließend auf die Trage, um im Krankenwagen weitere Untersuchungen folgen zu lassen.

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Da sich das Klinikum St. Georg nicht weit entfernt befindet, bekommt sie auf der kurzen Fahrt dorthin keine Schmerzmittel, wird erst im Krankenhaus medikamentös behandelt.

Das Hospital kennt die Frau übrigens schon: Erst vor zwei Wochen wurde sie dorthin wegen eines bei einem Autounfall erlittenen Schleudertraumas behandelt.

Neue Folgen der 2. Staffel "Nachtschicht - Einsatz für die Lebensretter" zeigt RTLZWEI immer donnerstags um 20.15 Uhr. Die 1. Folge gibt's schon vorab bei RTL+.

Titelfoto: RTLZWEI

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