Tatort-Star würde sich Bundeskanzler Friedrich Merz tätowieren lassen
Hamburg - Maria Furtwängler (59) war am Freitagabend eigentlich zu Gast in der "NDR Talk Show", um ihre neue Dokumentation "Deutschland, deine Gärten" vorzustellen, in der es unter anderem um naturnahes Gärtnern und darum geht, wie auch die rund 17 Millionen Gärten in Deutschland selbst einen kleinen Beitrag zum Naturschutz leisten können. Im Gespräch mit Moderatorin Barbara Schöneberger (52) ging es zwischenzeitlich jedoch auch um ein ungewöhnliches Tattoo-Motiv.
Denn neben der Dokumentation stand auch die kürzlich gestartete Naturschutz-Kampagne "Natur schützen = Leben schützen. 30x30. Worauf warten wir?" im Mittelpunkt, für die sich Furtwängler engagiert.
"Es gibt ein Abkommen, was auch Deutschland unterschrieben hat, dass bis 2030 30 Prozent der Land- und Meeresflächen unter Schutz gestellt werden sollen. Das weiß nur kaum jemand. Und Deutschland sieht im Moment nicht so aus, als würden sie sich da sehr anstrengen", erklärte der Tatort-Star den Hintergrund der Kampagne.
Um einen Anreiz dafür zu schaffen, dass dieses Ziel doch noch erreicht wird, hatte die Schauspielerin eine ungewöhnliche Idee: "Es gibt einen schönen Ausdruck im Englischen: 'You have to put your skin in the game'. Du musst sozusagen deine Haut ins Spiel bringen", so Furtwängler.
Und weiter: "Da dachte ich: Okay, Friedrich Merz, wenn Sie es schaffen, dass wir bis 2030 30 Prozent der Land- und Meeresflächen in Deutschland unter Schutz gestellt haben, dann tätowiere ich mir auf mindestens 30 Prozent meines rechten Oberarms: 'Danke, Friedrich'."
Maria Furtwängler spricht von "größter Sünde" der konservativen Parteien
Maria Furtwängler kritisiert, dass das Thema Naturschutz in konservativen Parteien (wie der CDU) politisch an Bedeutung verloren habe und der Begriff "grüne Politik" zunehmend negativ konnotiert werde.
"Für mich ist das eine der größten Sünden der konservativen Parteien, dass sie das spaltende Narrativ von rechts außen übernommen haben: dass alles, was sich mit Ökologie und Naturschutz beschäftigt, irgendwie ideologisch ist oder 'linksgrün versifft'."
Weiter führte sie aus: "Wie kann etwas, wo es mir darum geht, unsere Schöpfung zu bewahren, wo es mir darum geht, dass meine Kinder und meine Kindeskinder auf diesem Planeten noch leben können, ideologisch sein? Wie kann das politisch sein?"
Die ehemalige Ärztin erinnerte zudem daran, dass Naturschutz historisch auch in konservativen politischen Kreisen verankert gewesen sei: "Da geht es um 'conservare', ums Erhalten, ums Bewahren der Schöpfung. Und was ist da los, dass die das nicht mehr tun?"
Abschließend sagte sie mit Blick auf die aktuelle politische Entwicklung: "Ich hoffe, dass sie sich das wirklich wieder zu eigen machen!"
Titelfoto: NDR/Uwe Ernst

