Sängerin Nicole über Krebserkrankung nach Papst-Audienz: "Dachte, jetzt kann nichts mehr passieren!"

Leipzig/Berlin - Schlager-Star Nicole (58) ist sehr gläubig und hat sogar bereits dem Papst einen Besuch abgestattet. Als sie vor knapp zwei Jahren an Brustkrebs erkrankte, stellte dieser Einschnitt in ihr Leben auch ihren Glauben auf die Probe.

Ihr erster Auftritt nach dem Krebs: Schlagersängerin Nicole (58) bei der "Das große Schlagercomeback" - Live-Show in Leipzig in diesem Jahr.
Ihr erster Auftritt nach dem Krebs: Schlagersängerin Nicole (58) bei der "Das große Schlagercomeback" - Live-Show in Leipzig in diesem Jahr.  © Jan Woitas/dpa

Nicoles Gottesfürchtigkeit führte sogar dazu, dass sie mit ihrem Mann Winfried Seibert 2011 eine Audienz bei Papst Benedikt XVI. (95) wahrnahm.

"Als wir wussten, dass wir das erste Mal Großeltern werden, wollten wir eine höhere Macht als Unterstützung. Wir ließen uns selbst, unsere Eheringe, einen silbernen Schutzengel und einen Wolfszahn segnen", berichtete die Schlagersängerin am Freitag im Riverboat.

Fun Fact: Papst Benedikt XVI. erkannte die "Ein bisschen Frieden"-Interpretin! "Sein Berater flüsterte ihm zu, auf wen er als Nächstes treffen würde. Er hat genickt und meinte nur 'Ich weiß!'", erinnerte sich Nicole gerührt.

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Nach der Segnung trat das Ehepaar nach draußen und fühlte sich unbesiegbar. "Ich dachte mir, jetzt kann eigentlich nichts mehr passieren", so die 58-Jährige.

Knapp zehn Jahre später dann der Schock: Bei einer Routine-Untersuchung wurde bei ihr Brustkrebs entdeckt!

Nicole über Zeit im Krankenhaus: "War 16 Monate in einer Art Gefängnis!"

Papst Benedikt XVI. (95) segnete Schlagersängerin Nicole und ihren Mann Winfried Seibert - und wusste wohl ganz genau, wer da vor ihm stand!
Papst Benedikt XVI. (95) segnete Schlagersängerin Nicole und ihren Mann Winfried Seibert - und wusste wohl ganz genau, wer da vor ihm stand!  © Sven Hoppe/dpa-pool/dpa

Die folgenden Monate ging Nicole durch die Hölle: Während die Corona-Pandemie wütete und zahlreiche Menschen mit dem hochinfektiösen Virus auf den Intensivstationen lagen, wartete sie auf ihre wichtigen Operationen und Therapien.

"Ich war 16 Monate in einer Art Gefängnis, niemand durfte mich besuchen, weil das Risiko [zu erkranken, Anm. d. Red.] zu hoch war. Mein einziger Ausflug war die Fahrt ins Krankenhaus", blickte die Sängerin zurück und kämpfte mit den Tränen.

Ihren Glauben verlor Nicole dabei aber nie. "Ich wusste immer, auch wenn mir etwas Schlimmes passiert, ist Gott bei mir und passt auf mich auf. Das hat mich über diese Durststrecke gebracht", so die 58-Jährige.

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Tatsächlich geht es ihr heute den Umständen entsprechend gut. Mit ihrem neuen Album "Ich bin zurück" stiegt sie auf Platz 17 der Deutschen Album-Charts ein.

"Ich genieße jeden Tag, als ob es mein letzter wäre und bin froh, dass der liebe Gott mir noch eine zweite Chance gegeben hat", zeigte sich Nicole mehr als dankbar.

Titelfoto: Jan Woitas/dpa

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