Dschungelcamp-Farce: Jetzt spricht der RTL-Programmboss über Gil Ofarim

Köln - Eine angebliche Verschwiegenheitserklärung macht es Gil Ofarim (43) unmöglich, im Dschungelcamp über seinen Antisemitismus-Skandal zu sprechen. Hat RTL davon gewusst?

Gil Ofarim (43) verliert im RTL-Dschungelcamp kein Wort über den Davidstern-Skandal in einem Leipziger Hotel im Jahr 2021.
Gil Ofarim (43) verliert im RTL-Dschungelcamp kein Wort über den Davidstern-Skandal in einem Leipziger Hotel im Jahr 2021.  © RTL/DPA

Als vor wenigen Wochen bekannt wurde, dass der Sänger an der diesjährigen Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier aus!" teilnehmen wird, war der Aufschrei im Land riesengroß. Eingefleischte Fans des Formats drohten gar mit Boykott.

Zu sehen ist davon nichts: Seit dem 23. Januar holt das Trash-Juwel wie gewohnt absolute Top-Quoten für den Kölner Sender. Mitcamper und Zuschauer hofften indes darauf, dass der Sänger wenigstens am Lagerfeuer so etwas wie Reue zeigen würde. Aber Ofarim schweigt - weil er "muss".

Doch stimmt das überhaupt? "Gil Ofarim hatten wir bereits lange vor der Leipzig-Geschichte auf dem Zettel und seit über zehn Jahren haben wir ihn regelmäßig für den Dschungel angefragt", erklärte Markus Küttner jetzt im Interview mit "DWDL".

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Ergänzend fügte der RTL-Programmchef hinzu, dass er die Vita des Musikers nach wie vor spannend finde. Daran habe sich "nichts geändert". Er sei froh, dass der 43-Jährige dabei ist. Unabhängig davon, was 2021 in dem Leipziger Hotel passiert ist.

RTL-Programmboss hofft, dass Gil Ofarim noch sein Schweigen bricht

Die angebliche Verschwiegenheitserklärung, mit welcher der Sänger sein Schweigen im Camp begründet, liegt RTL nicht vor.
Die angebliche Verschwiegenheitserklärung, mit welcher der Sänger sein Schweigen im Camp begründet, liegt RTL nicht vor.  © Hendrik Schmidt/dpa

Laut seiner Aussage gebe es zudem seit jeher keine klaren Vorstellungen oder gar Vorgaben, worüber im australischen Busch gesprochen werden darf und worüber nicht. Auch ein externes Schreiben eines Anwalts liegt Küttner nicht vor.

Von der Verschwiegenheitsverpflichtung, mit der Gil seit Tag eins sein Schweigen in der Show begründet, habe er nichts gewusst, wie der Programmchef betont. Aber: "Wir nehmen es, wie es kommt. Und wer weiß, was da noch passiert in den nächsten Tagen."

Die Hoffnung, dass Gil in Bezug auf den Davidstern-Skandal aus dem Jahr 2021 im Camp doch noch sein Schweigen brechen wird, hat Küttner also noch nicht aufgeben. Und das aus gutem Grund, wie ein Blick in die Vergangenheit beweist.

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"Als wir vor 18 Jahren Ingrid van Bergen für den Dschungel verpflichtet haben, hat sie im Vorfeld klar gesagt, dass sie keinesfalls im Camp über die alte Mord-Geschichte reden werde", erinnert sich der Programmboss. Am Ende tat sie es doch - und gewann die Krone.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa

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