Eklat nach Femizid-Aussage in RTL-Show: Das sagt der Sender dazu
Teneriffa/Köln - Die aktuelle Folge des neuen RTL+-Formats "Bad Boyfriends" hat nicht nur so manchen Zuschauer verstört zurückgelassen, sondern auch massiv für Kritik gesorgt. Grund dafür waren Nacktfotos einer inzwischen verstorbenen Frau auf dem Handy von Teilnehmer Maki (32) und dessen plumpe Erklärung dafür. Nun hat der Sender Stellung bezogen.
Gegenüber TV-Movie ließ RTL verlauten: "Die Konfrontation mit den Inhalten auf dem Zweithandy ist ein wesentlicher Bestandteil der Beziehungsgeschichte von Michelle und Maki und damit ein zentrales Element der in 'Bad Boyfriends' erzählten Handlung. Gleichzeitig legen wir großen Wert darauf, mit sensiblen Themen verantwortungsvoll umzugehen und die Persönlichkeitsrechte aller Betroffenen zu schützen."
"Die Darstellung der Inhalte beschränkt sich auf das für die erzählte Handlung erforderliche Maß. Den Teilnehmenden stand während der Dreharbeiten psychologische Betreuung zur Verfügung und sie werden auch während der Ausstrahlung begleitet", hieß es.
Doch was genau war passiert? In der vierten Episode erhält Freundin Michelle (29) Zugriff auf zwei Handys ihres Partners und kann nicht glauben, was sie auf einem der Smartphones entdeckt: In der Fotomediathek sind mehrere intime Aufnahmen einer anderen Frau zu sehen.
Doch der Hintergrund der Schnappschüsse erhält einen bitteren - fast pietätlosen - Beigeschmack, als Maki erklärt, dass die Dame auf den Bildern von ihrem Freund umgebracht worden sein soll!
Zuschauer kritisieren RTL für Ausstrahlung
Zwar nennt der 32-Jährige keine weiteren Details. Seine Aussage reicht jedoch aus, um nicht nur bei Michelle für Bestürzung zu sorgen.
RTL hatte bereits die Folge zuvor mit einer Warnung versehen, in der es hieß: "Wir bitten euch, mit dem in der heutigen Sendung behandelten Thema respektvoll und verantwortungsbewusst umzugehen. Bitte steht von Spekulationen ab. Hinter jeder Geschichte stehen reale Menschen - Angehörige und Freunde - deren Privatsphäre es zu schützen gilt. Vielen Dank für eure Rücksicht und euren respektvollen Umgang."
Trotzdem empfanden viele Zuschauer die Ausstrahlung eines so sensiblen Themas äußerst bedenklich.
Auf Instagram kritisierte eine Nutzerin: "Unabhängig davon, ob damit eine Lüge von Maki aufgedeckt werden sollte, frage ich mich, ob man so eine Aussage wirklich hätte senden müssen. Für mich wirkt das respektlos gegenüber den Angehörigen und macht aus einer tragischen Gewalttat einen beiläufigen TV-Moment."
Titelfoto: Bildmontage: RTL (3)

