Gil Ofarim plötzlich wieder Thema: RTL gesteht öffentlich Fehler um dessen Lügen ein

Köln - Fast zwei Monate nach dem finalen Cut im Dschungelcamp gesteht TV-Sender RTL Fehler im Umgang mit Gil Ofarim (43) und dessen fragwürdigen Behauptungen ein.

RTL-Chef Stephan Schmitter hat in einem Interview eine Menge Selbstkritik um den Umgang mit Gil Ofarim geäußert.
RTL-Chef Stephan Schmitter hat in einem Interview eine Menge Selbstkritik um den Umgang mit Gil Ofarim geäußert.  © Peter Kneffel/dpa

Im Detail geht es um zahlreiche kritische Aussagen des 43-Jährigen, die er immer wieder floskelartig heruntergerattert hatte.

Jetzt räumt RTL ein: Die Redaktion hätte ganz anders mit dem umstrittenen Dschungelsieger umgehen müssen.

"Aus heutiger Sicht wäre es an der einen oder anderen Stelle besser bzw. richtig gewesen, die Fakten direkt in der Livesendung klarzustellen und nicht nur in 'Der Stunde danach'", erklärt RTL-Deutschland-Boss Stephan Schmitter (52) bei DWDL.

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Seiner Ansicht zufolge habe das Team vor Ort am Rande einen guten Umgang mit Ofarim gefunden. Trotzdem habe es hier und da allerdings deutliches Verbesserungspotenzial gegeben.

Damit ist gemeint: Die Dschungelcamper nicht nur reden zu lassen und den TV-Zuschauern die Möglichkeit zu geben, sich ein eigenes Bild zu machen – sondern einzugreifen und Fakten zu checken.

RTL-Boss Schmitter deutet redaktionelle Verbesserung an

Der Musiker (43) gewann Anfang Februar entgegen der Meinung vieler Zuschauer das Dschungelcamp.
Der Musiker (43) gewann Anfang Februar entgegen der Meinung vieler Zuschauer das Dschungelcamp.  © RTL/DPA

Laut des Senderchefs hätte dies in jeglicher Form passieren können. Beispielsweise auch als simple Bauchbinde in den jeweils kritischen Momenten. "Da hätten wir in Köln redaktionell reagieren müssen", gesteht der 52-Jährige.

Ohnehin hatte die Thematik um Gil Ofarim und seine mutmaßlichen Falschbehauptungen hohe Wellen geschlagen – sowohl bei RTL als auch im Netz.

"Bei Social Media und in der Presse waren die Meinungen dazu sehr gespalten und wir waren gleichzeitig mit vielen unterschiedlichen Wahrnehmungen konfrontiert." Als Entschuldigung will er das aber nicht gelten lassen.

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Stattdessen denkt Schmitter bereits an kommende Staffeln und einen besseren Umgang mit spitzen Thesen der Camper.

Und auch er ist Thema: Stefan Raab (59) und sein stiller TV-Untergang mit dramatisch schlechten Quoten. "Fakt ist, bei der Weekly in der linearen Primetime waren wir in Konzept und Länge zu optimistisch und haben Fehler gemacht." Trotzdem scheint RTL an ihm festhalten zu wollen.

Die neue Show "Wer weiß wie wann was war?" mit Moderatorin Barbara Schöneberger (52) gilt als handfester Beweis.

Titelfoto: RTL/DPA

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