Wie lange tut sich RTL das noch an? Stefan Raab sorgt für neuen Tiefpunkt
Köln - Der kurzfristige "Höhenflug" von Entertainer Stefan Raab (59) und seiner "Die Stefan Raab Show" ist vorbei. Schlimmer noch: Das Format hat seinen Tiefpunkt erreicht!
Zuletzt hatte der gelernte Metzger aus Köln im Anschluss an das RTL-Dschungelcamp durchaus respektable Einschaltquoten einfahren können. Allerdings lag dies einzig und allein an dem Reality-Trash-Gold aus dem australischen Busch.
Ohne "Ich bin ein Start - Holt mich hier raus!" als Zugpferd vorneweg stürzte die Raab-Show in der Gunst der Zuschauerinnen und Zuschauer jetzt vollends in die Bedeutungslosigkeit ab - und das trotz des brandneuen Sendeplatzes.
Am Donnerstag startete die Show erst um 22.45 Uhr. Der Marktanteil war mit 2,9 Prozent (370.000 Zuschauer) jedoch mehr als blamabel. Noch schlimmer sah es bei den 14- bis 49-Jährigen aus: 0,10 Millionen reichten hier nur für 4,1 Prozent - neuer Negativrekord.
Bleibt nur die Frage: Wie lange schaut sich RTL das Quoten-Desaster mit dem Erfinder der Wok-WM noch an? Tatsächlich scheint man beim Kölner Privatsender die Hoffnung auf Besserung noch nicht aufgegeben zu haben.
Auch Comedian Mario Barth schmiert mit neuer Folge völlig ab
"Das Etablieren einer neuen Weekly dauert, braucht Kraft, braucht Arbeit, braucht Selbstkritik, braucht Arbeit an den einzelnen Elementen und Motivation. Die haben wir", betonte Daniel Rosemann, Geschäftsführer der Produktionsfirma Raab Entertainment.
Zur Wahrheit gehört aber auch: Nicht nur Raab kriselte am Donnerstag munter vor sich hin. Auch das Vorprogramm wurde zum Debakel. Trotz neuer Folge brachte es "Mario Barth präsentiert: Die größten Stars der Comedy" um 20.15 Uhr nur auf 950.000 Zuschauer.
Bei den 14- bis 49-Jährigen sahen nur etwa 180.000 Zuschauer zu. Der Marktanteil lag damit bei indiskutablen 4,2 Prozent. Damit zog die Comedyshow nicht nur gegen die Winterolympiade in Italien klar den Kürzeren, sondern auch gegen "Germany's Next Topmodel".
Die Casting-Show von und mit Supermodel Heidi Klum (52) kam auf 12,8 Prozent Marktanteil und erreichte 1,11 Millionen Zuschauer, blieb damit aber hinter den früheren Höchstwerten des ProSieben-Dauerbrenners zurück.
Titelfoto: Rolf Vennenbernd/dpa

