Sensationelle Spürnase: Aragon erschnüffelt Wasserleichen in enormer Tiefe

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Starnberg - Die "Technische Hundestaffel" aus Bayern macht mit ihren Vierbeinern möglich, was unmöglich erscheint: Wasserleichen in tiefen Gewässern aufspüren. Eine TV-Doku hat sie begleitet.

Uwe Marr (l.) und Kai Einfeldt vom Verein "Technische Hundestaffel" fahren mit dem zweijährigen Aragon auf den Ammersee.
Uwe Marr (l.) und Kai Einfeldt vom Verein "Technische Hundestaffel" fahren mit dem zweijährigen Aragon auf den Ammersee.  © ZDF/Daniel Assmann

Drei Personen sind mit einem Tretboot auf den Starnberger See südwestlich von München gefahren und immer wieder ins Wasser gesprungen. Plötzlich fehlt einer von ihnen, ein indischer Student (23).

Kai Einfeldt bietet der seit dem Vortag erfolglos suchenden Polizei seine und die Hilfe der Spürnasen an. "Wir suchen vermisste Personen im Wasser mit ihrem Geruch. Der Hund kriegt einen Geruch der vermissten Person und der andere Geruch liegt im Wasser", erklärt er im "plan b"-Film des ZDF.

Einsatzleiter Simon Scholz kann nicht genau sagen, wo der Nichtschwimmer ins Wasser gesprungen und untergegangen ist. Eine Herkulesaufgabe wartet auf das Suchteam auf dem fünftgrößten See Deutschlands, der bis zu 128 Meter tief und 56 Quadratkilometer groß ist.

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Robby, Aragon und Carlos kommen nacheinander zum Einsatz, denn die Spürnasen können sich auch mal irren. Nach seinen beiden Vorgängern schlägt aber auch Carlos an denselben Stellen an. Das Suchgebiet ist eingegrenzt.

Aragon kann Tote in tiefen Gewässern aufspüren.
Aragon kann Tote in tiefen Gewässern aufspüren.  © ZDF/Daniel Assmann

Verstärkung für die Polizei (ZDF): Wasserleiche kann (noch) nicht gefunden werden

Die Wasserschutzpolizei suchte den Starnberger See nach einem Vermissten ab. (Archivfoto)
Die Wasserschutzpolizei suchte den Starnberger See nach einem Vermissten ab. (Archivfoto)  © Lino Mirgeler/dpa

Später fährt Kai Einfeldt mit Anay Pathak, dem Kumpel des Vermissten, auf den Starnberger See hinaus.

"Er war mein bester Freund. Selbst die kleinste Chance, ihn zu finden, ist eine große Sache für mich und macht mir Hoffnung", so der Inder, der die Leiche des 23-Jährigen an dessen Familie für eine würdevolle Einäscherung und Bestattung übergeben möchte.

Zwar kann der Körper an diesem Tag nicht gefunden werden. Aber Einfeldt gibt nicht auf. Auf eigene Faust und mit einem Sonargerät bleibt er an dem Fall dran.

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Dass er mit Hunden nach Personen in Gewässern sucht, ist übrigens Zufall. Nach eigenen Angaben war er einst mit seiner Hündin auf einem Segelboot unterwegs, erfuhr von einem seit 24 Stunden vermissten Angler. Er kontaktierte die Polizei, bot seine Hilfe an - und der Vierbeiner spürte die Wasserleiche nach 30 Minuten auf.

TV-Tipp: Die Doku "plan b: Verstärkung für die Polizei - Spezialkräfte im Einsatz" mit weiteren internationalen Protagonisten zeigt das ZDF am Sonntag (26. Juli) ab 15.30 Uhr. In der ZDFmediathek gibt es den Film ab sofort.

Titelfoto: ZDF/Daniel Assmann

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