Plötzlich so still: Baby-Entführung in Hamburg!

Hamburg - Sie stiehlt einer anderen Mutter ihr Baby! Zuvor war ihr eigenes verstorben... Diese fesselnde ZDF-Fernsehfilm-Geschichte "Plötzlich so still" ist traurig und ernst - als Zuschauer ist man hin- und hergerissen.

Eva (Friederike Becht, 34) hält ihre neugeborene Tochter (noch) im Arm und kann ihr kleines Glück kaum fassen.
Eva (Friederike Becht, 34) hält ihre neugeborene Tochter (noch) im Arm und kann ihr kleines Glück kaum fassen.  © ZDF/Georges Pauly

Eine Mutter ruft ihren Mann an, sie bringt jedoch kein Wort heraus. Wie unter Schock irrt sie durch die Stadt - als sie ein Baby weinen hört, tröstet sie das fremde Kind, das für einen kurzen Moment allein in einem Auto zurückgelassen ist. Dann nimmt sie es heraus...

So beginnt der ZDF-Fernsehfilm im Zweiten, der am heutigen Montag um 20.15 Uhr läuft.

Wie konnte es dazu kommen, dass die Frau ein fremdes Baby an sich nimmt? Das wird in dem aufwühlenden, ruhig-erzählten Film eindrücklich erzählt.

Dabei fällt es einem als Zuschauer nicht leicht, eindeutig Position zu beziehen - man versteht die Frau und bangt mit der "echten" Mutter gleichermaßen.

Zwei Mütter im Ausnahmezustand

Fataler Zufall: Eva (Friederike Becht, r.) beobachtet im Supermarkt die überforderte junge Mutter Stefanie Wolpert (Nadja Bobyleva, 37, l.).
Fataler Zufall: Eva (Friederike Becht, r.) beobachtet im Supermarkt die überforderte junge Mutter Stefanie Wolpert (Nadja Bobyleva, 37, l.).  © ZDF/Georges Pauly

Dabei lief bisher zunächst alles gut - darum geht es:

Eva und Ludger haben sich auf ihr erstes Kind gefreut, als Ludger die einmalige Chance bekommt, eine Fortbildung beim FBI in den USA zu machen. Für Eva steht fest: Er muss dieses Angebot annehmen. Sie werde in der ersten Zeit mit dem Baby auch allein klarkommen.

Ludger fällt der Abschied schwer, aber er fliegt kurz nach der Geburt von Tochter Sarah in die Staaten. Eva durchlebt die ersten Wochen mit ihrer Sarah als intensive Zeit – vom Schlafmangel über Babyschwimmen bis zum ersten Schnee ist alles dabei.

Eben lebte sie noch denn normalen, wenn auch anstrengenden Wahnsinn des Alltags mit einem Neugeborenen. Doch dann geschieht das Unfassbare. Zwei Tage vor Ludgers Rückkehr wacht Eva morgens auf, und Sarah ist tot. Plötzlicher Kindstod?

Kommt die "echte" Mutter zu ihrem Recht?

Bei einer Befragung im Kommissariat muss Ariane (Katharina Behrens, l.) die aufgebrachte Stefanie Wolpert (Nadja Bobyleva, r.) zurückhalten.
Bei einer Befragung im Kommissariat muss Ariane (Katharina Behrens, l.) die aufgebrachte Stefanie Wolpert (Nadja Bobyleva, r.) zurückhalten.  © ZDF/Georges Pauly

Als ihr Ehemann wieder in Hamburg ankommt, freut er sich unendlich, endlich "seine" kleine Tochter in den Arm nehmen zu können. Groß sei sie geworden.

Gleichzeitig ermitteln seine Polizei-Kollegen im Fall eines verschwundenen Babys...

Er ermittelt mit und ahnt nicht, wie nah er dem gesuchten Baby ist.

Warum ist seine Frau so verschlossen, was bedrückt sie? Er erkennt sie nicht mehr wieder.

Sie wiederum tut alles dafür, dass "ihr" Baby bei ihr bleibt. Als ihr Mann die Wahrheit aufdeckt, steht auch er unter Schock...

TV-Tipp: Im ZDF läuft der Fernsehfilm "Plötzlich so still" von 2021 ab 20.15 Uhr - oder vorab in der Mediathek. Das beeindruckende Spiel besonders von Friederike Becht macht den Film besonders - wenn er auch einige konstruierte Schwächen hat. Ihr Können hat Friederike Brecht bereist eindrucksvoll in "Parfum", "Tatort", "Ökozid" und anderen Filmen bewiesen.

Titelfoto: ZDF/Georges Pauly

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