Tödlicher Güterzug-Crash löst Hilfswelle aus: Spendenaktion sammelt Tausende Euro für Familie

München - In den Nachrichten war es eine Meldung. Für die Personen um ihn herum war es der Verlust eines geliebten Menschen. Am vergangenen Samstag (20. Juni) starb der 46-jährige Rangierbegleiter Hooman R. bei einem Unfall mit zwei Güterzügen im Münchner Stadtteil Milbertshofen. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder.

Bei dem tragischen Unfall mit zwei Güterzügen in München starb der 46-jährige Rangierbegleiter Hooman R. - eine Spendenaktion soll seine Witwe und den beiden Kindern helfen.  © Screenshot/GoFundMe

"Sein Tod hinterlässt eine Lücke, die nicht zu schließen ist - bei seiner Familie, seinen Freunden und allen Menschen, die ihn kannten und mit ihm zusammenarbeiten durften", schreibt Franziska Beckmann, Geschäftsführerin der Rail Rockers GmbH.

Sie hat einen Spendenaufruf bei "GoFundMe" ins Leben gerufen. Im Gespräch mit TAG24 beschreibt sie, wie R. nach nur gut einem halben Jahr, in dem er bei den Rail Rockers angestellt war, so einen tiefen Eindruck hinterlassen konnte.

"Er war ein superlieber Kollege, er war wahnsinnig motiviert und wissbegierig. Wir haben nie etwas Negatives über ihn gehört. Ganz im Gegenteil. Die Kunden haben ihn nur gelobt", so Beckmann.

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Und sie führt weiter aus: "Haben gehofft, dass wir jahrelang mit ihm zusammenarbeiten können. Wir haben sogar schon konkret darüber gesprochen, dass er eine weitere Ausbildung zum Zugführer macht."

Doch dann kam es zu dem tragischen Unfall. Nach ersten Erkenntnissen waren die beiden Güterzüge gegen 1.40 Uhr im Rangierbetrieb auf parallelen Gleisen in entgegengesetzter Richtung unterwegs.

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Große Unterstützung in nicht einmal 24 Stunden

Zwei Waggons eines Güterzugs sind in der Nacht auf Samstag im Stadtteil Milbertshofen von einer Brücke etwa fünf Meter in die Tiefe gestürzt.  © Ehsan Monajati/dpa

An einer Weichenverbindung wurde einer der Züge auf das Gegengleis geleitet und prallte frontal gegen den mittleren Bereich des anderen Zuges.

Hooman R. erlitt bei dem Unglück tödliche Verletzungen. "Die Frau ist jetzt alleine mit den Kindern", so Franziska Beckmann. Sie schritt zur Tat.

Am Montag startete sie den Aufruf und ging dabei gleich auf das Spendenmaximum, das zum Start erreicht werden soll. "Finanziell sieht es bei der Familie natürlich von einem Tag auf den anderen nicht mehr gut aus", erklärt sie.

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16.000 Euro sollen erreicht werden. Nach nicht einmal einem Tag ist rund die Hälfte schon erreicht. Deutlich über 100 Menschen wollten bereits ihren Teil dazu beitragen, der kleinen Familie zumindest einen Teil der Sorgen abzunehmen.

Zwischen fünf und 500 Euro wurden teilweise anonym in den Topf geworfen. "Jeder Beitrag - unabhängig von seiner Höhe - hilft und zeigt der Familie, dass sie in dieser schweren Zeit nicht allein ist", heißt es in dem Spendenaufruf. Dieser ist komplett unter der GoFundMe-Seite nachzulesen. Die Rail Rockers GmbH ist ein Dienstleistungsbetrieb für Bahnunternehmen.

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