Pilsen/Chemnitz - Knast-Wechsel für die Rechtsextremistin Marla-Svenja Liebich (55)! Am Mittwoch soll die 55-Jährige in die Chemnitzer Frauen-JVA gebracht werden. Dort hofft Liebich auf ein Einzelzimmer - mit mehreren Frauen in einem Knast-Raum eingesperrt zu sein, sei für sie "die absolute Hölle".
"Ich kann und will mir absolut nicht vorstellen, die Zelle mit irgendjemand anderem zu teilen", teilt die Rechtsextremistin auf der Plattform "X" (ehemals Twitter) mit.
Liebich wolle in ihrem Gefängnisraum lesen, schreiben und Sport machen. "Für belanglose Nonsens-Gespräche mit einer fremden Person hätte ich weder Zeit noch Nerven", schreibt sie.
Im tschechischen Horror-Knast in Pilsen, wo die 55-Jährige aktuell einsitzt, habe sie Zellen mit einer 16-Personen-Belegung gesehen. "Mit 15 anderen Frauen auf einer Bude zu hocken, dieses ununterbrochene Geschnatter... das wäre für mich die absolute Hölle", schreibt Liebich.
Vermutlich wird die Rechtsextremistin ohnehin eine Einzelzelle bekommen. Der Knast-Alltag sieht trist aus: Aufschluss, Essen, Hofgang, Einkauf, Sport, Duschen - und eventuell Arbeit.
Dabei muss die JVA immer abwägen, ob Liebich mit anderen Frauen in Kontakt kommen darf.
Liebich soll am Mittwoch in den Chemnitzer Frauenknast ziehen
Denn: Noch vor zwei Jahren wäre Liebich wohl in einem Männerknast gelandet. Doch durch das Selbstbestimmungsgesetz der Ampel-Regierung konnte der geborene Sven sein Geschlecht ganz einfach auf "weiblich" umtragen.
Seitdem tritt Liebich im Frauen-Look auf, trägt Lippenstift, lackierte Fingernägel und ein Leoparden-Muster-Shirt. Kritiker werfen der 55-Jährigen vor, das Gesetz schamlos zu missbrauchen.
Aus diesem Grund prüft auch das Amtsgericht Halle, ob die Änderungen von Vorname und Geschlecht wieder rückgängig gemacht werden können. Eine Entscheidung steht noch aus.
Bis dahin wird Liebich wohl im Chemnitzer Frauenknast sitzen. Laut eigenen Angaben soll die 55-Jährige am Mittwoch um 10 Uhr den deutschen Beamten übergeben werden. Anschließend geht's nach Chemnitz.