SPD-Stadtrat schimpft über illegalen Müll-Hotspot in Chemnitz: "Die Kosten trägt am Ende die Allgemeinheit"

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Chemnitz - Auf dem Chemnitzer Sonnenberg sorgt eine illegale "Müllhalde" für Ärger. Das Problem betrifft die ganze Stadt - an vielen Orten werden Sperrmüll und Co. einfach an Containern abgestellt. Stadträte sehen dringenden Handlungsbedarf.

"Illegale Müllablagerungen sind kein Problem einzelner Stadtteile, sondern ein stadtweites Ärgernis", sagt SPD-Stadtrat Detlef Müller (61).
"Illegale Müllablagerungen sind kein Problem einzelner Stadtteile, sondern ein stadtweites Ärgernis", sagt SPD-Stadtrat Detlef Müller (61).  © Kristin Schmidt

Detlef Müller (61, SPD) ärgert sich über die illegalen Müllberge - nicht nur auf dem Sonnenberg. Er spricht von einem stadtweiten Problem. Die Ursachen seien Bequemlichkeit und zunehmende Verantwortungslosigkeit.

Der SPD-Politiker fordert Aufklärung, konsequentes Abstrafen und eine schnelle Beseitigung der "Müllhalden".

Besonders ärgerlich: "Die Kosten für dieses rücksichtslose Verhalten trägt am Ende die Allgemeinheit, nämlich alle Gebührenzahlerinnen und Gebührenzahler", erklärt Müller.

Laut Stadt schlug die Entsorgung am Müll-Hotspot an der Tschaikowskistraße in diesem Jahr bereits mit 3500 bis 4000 zu Buche.

Die Glascontainer an der Tschaikowskistraße sind zum Müll-Hotspot geworden - hier wurden unter anderem Teppiche, Klamotten und eine Waschmaschine illegal entsorgt.
Die Glascontainer an der Tschaikowskistraße sind zum Müll-Hotspot geworden - hier wurden unter anderem Teppiche, Klamotten und eine Waschmaschine illegal entsorgt.  © Haertelpress
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Illegale Müllberge in Chemnitz: Grünen-Stadtrat spricht von "Ignoranz oder Unkenntnis"

Joseph Israel (26, Grüne) fordert mehr Informationen zur richtigen Müllentsorgung - beispielsweise Flyer in Briefkästen.
Joseph Israel (26, Grüne) fordert mehr Informationen zur richtigen Müllentsorgung - beispielsweise Flyer in Briefkästen.  © Kristin Schmidt

Auch für Grünen-Stadtrat Joseph Israel (26) sind die illegalen Müllberge nicht tolerierbar. Er spricht ebenfalls von "Ignoranz oder Unkenntnis".

Der 26-Jährige setzt auf knallhartes Abstrafen, sollten die Verursacher erwischt werden. "Für solche Handlungen sind Bußgelder vorgesehen, die in diesem Fall verhängt werden sollten."

Dass vor allem Menschen mit Migrationshintergrund als Verursacher infrage kommen, wie von einigen Bürgern vermutet, weist er zurück. Es gebe Stadtteile, in denen weniger Migranten leben - und dennoch illegal Müll entsorgt wird.

Für den Grünen-Politiker ist Prävention wichtig - beispielsweise durch Infomaterial zur richtigen Entsorgung. Der 26-Jährige betont, dass dies in mehreren Sprachen ausgehändigt werden sollte.

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Am Glascontainer an der Tschaikowskistraße hängt bereits ein Verbotsschild auf Slowakisch, gebracht hat das bisher allerdings wenig.

Übrigens: Dass (Sperr-)Müll einfach illegal auf die Straße gestellt wird, kommt in Chemnitz immer häufiger vor. Die Stadt spricht von einer Zunahme. Zuletzt hatte ein solcher Fall auf der Fürstenstraße (Sonneberg) für Ärger gesorgt.

Titelfoto: Bildmontage: Haertelpress, Kristin Schmidt

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