"Mal sehen, ob das aufgeht": Christian Friedel wagt Neues bei seinem Festival
Dresden - "Ich weiß nicht wirklich, woran das liegt, vielleicht weil es mir schwerfällt, Nein zu sagen", erklärt Christian Friedel (47), als er nach einem Grund für seinen vollen Terminkalender sucht. Nach der grandiosen Moderation beim Deutschen Filmpreis ist der Dresdner wieder fleißig am Proben. Sein Highlight des Sommers rückt immer näher.
Bei seinem Festival "Come to the Woods" begrüßt er am 4. Juli gleich drei Schauspielkollegen auf der Bühne, mit denen er aber bisher nie vor der Kamera zusammengearbeitet hat.
"Marleen Lohse war relativ früh klar, weil wir mit ihr im vorigen Jahr beim Filmpreis den Titelsong von 'Die Schule der magischen Tiere' gesungen haben", erzählt Friedel im TAG24-Interview. Wie seine Band-Kollegen dürften die meisten Zuschauer die 42-Jährige aus der Krimi-Serie "Nord bei Nordwest" kennen.
Auf dem Konzertplatz "Weißer Hirsch" wird Vanessa Loibl (34, "Unsere wunderbaren Jahre") alias Fuffifufzich ebenfalls auftreten. "Fuffifufzich stand ganz oben auf meiner Liste, da ich sie im Radio entdeckt habe und überhaupt nicht wusste, dass sie auch Schauspielerin ist."
Julius Forster, der mit seiner Band "Hotel Rimini" vorbeischaut, "ist ja zufällig auch Schauspieler, aber natürlich ist das kein Einstellungskriterium. Es geht vorrangig um die Musik. Uns ist es auch immer wichtig, dass es von den Farben, von den Genres sehr abwechslungsreich ist."
Ins "Come To The Woods"-Bild passen würden laut Friedel auch Tom Schilling (44) und Alexander Scheer (50). Die beiden Schauspieler sind nicht nur auf Kinoleinwänden oder TV-Bildschirmen zu sehen, sondern auch musikalisch unterwegs.
"Mit Tom Schilling zum Beispiel, falls wir ihn irgendwann mal einladen, habe ich auch noch nie gespielt. Wir waren mal zusammen auf einem Konzert, weil er auch so ein absolut musikverrückter Typ ist. Alexander Scheer wäre auch noch ein ganz toller singender Schauspieler. Er hat aber keine eigene Band, soweit ich weiß."
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"Woods of Birnam" könnte sich vorstellen, im Zwinger zu spielen
Friedel verspricht "ein sehr schönes, bewusst familienfreundliches Festival. Ein sehr buntes gemeinsames Fest, wo man am Nachmittag beginnt und bis tief in die Nacht gemeinsam Zeit verbringt und dabei Künstler und Künstlerinnen entdecken kann. Wir haben auch Bands dabei, die vielleicht noch keinem breiten Publikum bekannt sind."
Der Schauspieler wird mit seiner Band "Woods of Birnam" ebenfalls zu hören sein. "Wir werden beim Festival Teile unseres Solaris-Sets spielen, was wir im Januar bei unserer Tour schon im Beatpol erstmalig live präsentiert haben. Zwei Wochen vor dem Festival werden wir das Set dann wieder anfangen zu proben."
Bis zu 1600 Zuschauer können in diesem Jahr auf dem Konzertplatz dabei sein. Doch was passiert, wenn es mehr sein wollen?
"Es war auch mal im Gespräch, falls es größer wird, ob man in die Junge Garde umzieht. Deswegen haben wir in diesem Jahr den Chinesischen Pavillon dazu genommen, um das Festival ein bisschen breiter zu gestalten und mehr Künstler und Künstlerinnen einladen zu können. Mal sehen, ob das aufgeht."
Vielleicht ist auch der Zwinger zukünftig eine Option für einen Abend mit "Woods of Birnam". Nach den vier erfolgreichen Konzerten von Purple Disco Machine ist die Location in aller Munde.
"Alle, die da waren, haben beschrieben, wie schön die Atmosphäre war. Das ist natürlich eine Größe, die kann Purple Disco Machine super viermal ausverkaufen. Wir sind zwar auch eine etablierte Größe in Dresden, aber ich würde bescheiden sagen, dass wir das vielleicht noch nicht ganz so füllen können. Aber wer weiß, in ein paar Jahren, mal schauen."
Titelfoto: Bildmontage: Eric Münch, Ove Landgraf

