"Viel besser als die Kack-Hitze": Feierwütige trotzen Regen auf dem "Come To The Woods"-Festival
Dresden - Während viele Veranstaltungen vergangenes Wochenende wegen sengender Hitze abgesagt werden mussten, tanzten diesen Samstag Event-Besucher buchstäblich im Regen - so auch Hunderte Gäste beim alljährlichen "Come To The Woods"-Festival auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch.
"Es ist doch auch viel besser als die Kack-Hitze letzte Woche", brachte "Woods of Birnam"-Frontmann und Gastgeber Christian Friedel (47) die Lage auf den Punkt. Und irgendwie passte das feuchtwarme Schmuddelwetter zur Location und verwandelte diese inmitten des Waldes in einen mystischen Ort.
Doch der Konzertplatz war am Samstag nicht der einzige Schauplatz. Dieses Jahr wurde die Musikveranstaltung um den Chinesischen Pavillon erweitert, wo sich Besucher schon ab 15 Uhr mit "Woods of Birnam"-Gitarrist und -Songwriter Philipp Makolies (43) und Künstlerin Nina Caroline einstimmen konnten.
Recht sanft ging es auf der Hauptbühne mit der Leipziger Newcomer-Band "Hotel Rimini" weiter. Die sechs Mitglieder waren bereits das fünfte Mal in der sächsischen Landeshauptstadt. "Dresden ist die Stadt, in der wir die meisten Konzerte gespielt haben", verriet Leadsänger Julius Forster TAG24 im Backstage-Bereich.
Der Wahl-Leipziger ist nicht nur leidenschaftlicher Musiker, sondern auch Schauspieler. Mitgewirkt hat er beispielsweise in diversen Fernsehserien wie "Der Lehrer", "In aller Freundschaft" oder zuletzt in "Praxis mit Meerblick".
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Lokale Nachrichten aus Dresden & Umgebung
- Exklusive Hintergrundberichte
- Jederzeit abbestellbar
Marleen Lohse bringt Publikum mit Kirschbaum-Story zum Schmunzeln
Nach ihrem Auftritt auf dem "Come To The Woods"-Festival sowie drei weiteren Konzerten im Sommer geht die Band in die wohlverdiente Pause. "Dann spielen wir erst wieder im Winter", so Forster. Wer in den Genuss von "Hotel Rimini" gekommen ist, kann die Gruppe am Silvesterabend im Schauspielhaus Leipzig und an drei Terminen im Januar 2027 in Wolfsburg, Potsdam und Zwickau sehen.
Ein aus vielen Filmen und TV-Serien bekanntes Gesicht auf dem Festival war auch Marlee Lohse (42), die eigene Songs aus ihrem ersten Album "Wide Awake" (2025) präsentierte. Von der Bühne aus mischte sie nicht nur das Publikum auf, sondern plauderte auch die ein oder andere Anekdote aus.
"Ich wohne in Berlin in einer der lautesten Straßen, die man sich vorstellen kann, und vor meiner Wohnung stand immer ein schöner Kirschbaum", erzählte die Sängerin. Der Baum sei unter anderem ein Grund gewesen, weshalb sie die Wohnung gemietet hatte.
Als ihr Album entstand, wurde das Prachtexemplar jedoch gefällt. "Es klingt wie eine Kleinigkeit, aber für mich war es damals so dramatisch, dass ich ein Lied darüber geschrieben habe, und das heißt Cherry Tree."
Fuffifufzich heizt Menge richtig ein
Weniger nachdenklich, dafür umso mehr mit Wumms und Karacho heizte Vanessa Loibl (34) alias "Fuffifufzich" unter anderem mit Liedern ihres aktuellen Albums "Feel zu spät" (2025) den bereits völlig durchnässten Gästen ein.
Was einigen vielleicht nicht bekannt war: Auch sie ist nicht nur Musikerin, sondern auch Film- und Seriendarstellerin. Dass sich in jeder Band ebenfalls ein Schauspieler oder eine Schauspielerin befindet, "kann man als Konzept verkaufen, war aber eher Zufall", offenbarte Christian Friedel.
Seine Band "Woods of Birnam" leitete das Ende des verregneten, aber dadurch nicht minder stimmungsvollen Abends ein. "Wir hatten Pech mit dem Wetter, aber Glück mit dem Line-up", lautete Friedels Fazit.
Immerhin konnten Besucher anschließend trocken im Saal des Parkhotels mit DJ lazycat737, Alex Stolze und Monokrom munter bis tief in die Nacht weiterfeiern.
Titelfoto: Bildmontage: Eric Münch

