Dresden - Schnee, Regen, Milde und Frost: Von Woche zu Woche schlägt das Wetter von einem ins andere Extrem um. Prägte gestern noch Glätte die Straßen im Freistaat, könnte es schon in den nächsten Tagen frühlingshaft werden.
In den vergangenen Stunden gab es für die Polizei in Ostsachsen viel zu tun.
"Der Wintereinbruch hat zwischen Montag- und Dienstagmorgen nicht nur Schnee und Glätte mit sich gebracht, sondern auch die Unfallzahlen in den Landkreisen Bautzen und Görlitz steigen lassen", bestätigte Polizeisprecher Kai Siebenäuger (45) gestern.
"In den letzten 24 Stunden ereigneten sich im Bereich der Polizeidirektion Görlitz 108 Verkehrsunfälle."
15 Verletzte und 350.000 Euro Sachschaden brachten diese mit sich, auch in der Folge kamen Autos ins Rutschen.
Das blieb nicht auf Ostsachsen beschränkt: So schlitterte gegen 8 Uhr im Geithainer Ortsteil Dölitzsch ein Toyota von der Straße, ein Verletzter musste ins Krankenhaus.
Der Winter bleibt wechselhaft
In Dresden sorgten Schneeregen und Matsch in der Nacht für vereiste Straßen: Erst um 4 Uhr begann der Winterdienst hier mit voller Besetzung zu räumen, besonders auf Nebenstraßen blieb es so morgens glatt.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigt den bislang wechselhaften Winter: "Wir hatten immer wieder Kälteperioden", sagt Meteorologin Helga Scheef (39) zu TAG24.
Heute soll es tagsüber dann in Sachsen 0 bis 2 Grad kalt sein, in der Nacht zu Donnerstag fallen die Temperaturen auf bis zu -7 Grad, unter Umständen gibt's Neuschnee.
"Danach geht es trendmäßig zum Freitag auf -7 bis -11 Grad", so die Expertin. "Am Freitag selbst ist mit Dauerfrost zu rechnen."
Doch wie schon die vergangenen Wochen kommt wohl wieder ein Umschwung: "Vielleicht wird es am Sonntag bis zu 10 Grad plus", sagt Scheef. "Für die nächste Woche sieht es trendmäßig nicht mehr winterlich aus." Doch ob der Winter damit endgültig vorbei ist, lässt sich nicht sagen.