Brand in Industrie-Ruine: Gebäude wird langsam abgetragen

Dresden - Die Flammen nehmen einfach kein Ende. Seit Donnerstag kommt es in der ehemaligen Malzfabrik auf der Straße des 17. Juni immer wieder zu einer starken Rauchentwicklung. Auch Freitagnachmittag dauert der Einsatz weiterhin an, während bereits Gebäudeteile abgetragen werden.

Am Freitagnachmittag werden erste Teile des Gebäudes abgetragen, um Risiken für die drinnen löschenden Feuerwehrleute zu minimieren.
Am Freitagnachmittag werden erste Teile des Gebäudes abgetragen, um Risiken für die drinnen löschenden Feuerwehrleute zu minimieren.  © Erik Hoffmann

"Die Flammen finden immer wieder neue Nahrung und es entsteht deshalb immer wieder eine starke Rauchentwicklung, welche sich in unterschiedlicher Art und Weise im angrenzenden Gebiet niederschlägt", so die Dresdner Feuerwehr am Freitag.

Es sei damit zu rechnen, dass der Brandgeruch sogar in Heidenau sowie im gesamten Dresdner Stadtgebiet wahrzunehmen sei.

Während drinnen weiterhin gelöscht wird, werden draußen bereits erste Teile des Gebäudes abgetragen.

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So solle das Risiko der Einsatzkräfte minimiert werden, teilte die Feuerwehr mit.

Chronik des Feuerwehr-Einsatzes

In den frühen Morgenstunden flammte das Feuer im historischen Gebäude erneut auf.
In den frühen Morgenstunden flammte das Feuer im historischen Gebäude erneut auf.  © Feuerwehr Dresden

Rückblick: Wie Polizei und Feuerwehr am Donnerstagabend bestätigten, standen mehrere Gebäude der alten Industriebrache auf der Straße des 17. Juni in Niedersedlitz in den Abendstunden in Brand.

Nachdem erste Brandherde am späten Abend gelöscht und eine Warnung vor den giftigen Rauchgasen im Stadtteil gegen 23.30 Uhr zurückgenommen werden konnte, flammte das Gebäude am Morgen erneut auf.

Eine neue Warnmeldung wurde um 5.24 Uhr herausgegeben. Um 8.20 Uhr wurde schließlich Entwarnung gegeben: Die Flammen seien weitgehend gelöscht, gefährlichen Rauch gebe es kaum noch.

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Doch Freitagmittag ging das Spiel von vorne los: Wieder wurde gewarnt! Es sei erneut zu einer starken Rauchentwicklung gekommen.

Gebiet soll weiträumig umfahren werden

Aufgrund der starken Rauchentwicklung müssen immer mehr Menschen ihre Fenster geschlossen halten.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung müssen immer mehr Menschen ihre Fenster geschlossen halten.  © Roland Halkasch

Neben in der Spitze 50 Feuerwehrleuten waren bereits zuvor eine Drohnenstaffel des Arbeiter-Samariterbundes Deutschland (ASB) und das Technische Hilfswerk (THW) mit einem Bausachverständigen vor Ort. Das Betreten der Industriehalle sei weiterhin nicht möglich.

Die Brandbekämpfer erklären: "So wie sich die Lage darstellt, müssen Teile des Gebäudes eingerissen werden, um einerseits den Brandherd im Inneren des Gebäudes zu lokalisieren und löschen zu können und andererseits die permanent bestehende Einsturzgefahr zu bannen."

Für den Abriss wurde am Morgen bereits Spezialtechnik angefordert.

Die Reisstraße, Straße des 17. Juni und umliegende Straßen wurden komplett gesperrt. Die Kameraden bitten darum, den Bereich weiträumig zu umfahren.

Im Warnbereich droht giftiger Rauch

Im orangefarbenen Bereich sollten Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten.
Im orangefarbenen Bereich sollten Anwohner Fenster und Türen geschlossen halten.  © Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe
Der Feuerschein war weithin zu sehen.
Der Feuerschein war weithin zu sehen.  © Roland Halkasch

Dresden: Einsatz in Industriebrache am Donnerstag

Dicke Rauchschwaden quollen aus dem Gebäude.
Dicke Rauchschwaden quollen aus dem Gebäude.  © Roland Halkasch
Mittels Drohne des ASB wurde nach den Ausgangspunkten der verschiedenen Feuer gesucht.
Mittels Drohne des ASB wurde nach den Ausgangspunkten der verschiedenen Feuer gesucht.  © Feuerwehr Dresden
Bereits von Weitem war der Rauch klar erkennbar.
Bereits von Weitem war der Rauch klar erkennbar.  © Roland Halkasch
Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort ...
Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort ...  © Roland Halkasch
... und kämpfte gegen die Flammen.
... und kämpfte gegen die Flammen.  © Roland Halkasch

Es war nicht das erste Mal, dass die 1873 von den Brüdern Pick gegründete Malzfabrik in Flammen steht. Bei einem Brand im Jahr 2020 wurde bereits der Großteil der Gebäude auf dem Grundstück zerstört.

Erstmeldung: 9. Mai, 19.36 Uhr, fortlaufend aktualisiert.

Titelfoto: Montage: Roland Halkasch, Erik Hoffmann

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