Warum sich der "Tatort"-Kommissar für Dresdner Senioren starkmacht
Dresden - Über seine lustigen Werbespots für den toom-Baumarkt lacht ganz Deutschland. Doch Schauspieler Martin Brambach (57) kann auch anders.
Der gebürtige Dresdner und "Tatort"-Kommissar engagiert sich seit langem für Menschen, deren Leben zu Ende geht. Für das Projekt "Kompass 70+" der Volkssolidarität stand er in einem sehr emotionalen Clip vor der Kamera.
Brambach spielt einen Witwer, der für seine Tochter alle Wünsche für sein Lebensende in einem Brief festhält. "Ich will nicht, dass Du einmal raten musst, was ich mir wünschen würde", sagt der alte Mann im Spot.
"Damit Du keine Fragen mehr hast, wenn ich nicht mehr da bin." Genau darum geht es im (vorerst) auf zwei Jahre angelegten Projekt "Kompass 70+". Es soll Menschen in der letzten Lebensphase unterstützen.
"Es steht für die Überzeugung, dass jeder Mensch das Recht hat, die letzte Lebensphase selbst zu gestalten - mit Würde, Respekt und der Unterstützung, die er braucht", sagt Brambach. Und nicht erst im Krankenhaus, wenn Patienten oft gar nicht mehr in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen.
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Jeder kann das Kompass-Projekt unterstützen
Das Projekt "Kompass70+" ist deshalb eingebettet in das neue Ambulante Pflegekompetenzzentrum, das die Volkssolidarität am Mittwoch in Gruna (Postelwitzer Straße 2) eröffnete.
"36 Prozent der Einwohner von Gruna sind über 60 Jahre alt. Dieser Anteil erhöht sich jährlich um rund sieben Prozent", weiß Volkssoli-Vorstand Christian Seifert (53).
Das Kompetenzzentrum vereint deshalb ambulante Pflege, Beratung, Betreuung- und Entlastungsangebote, Hospiz- und Palliativarbeit, sowie 135 barrierefreie Seniorenwohnungen samt Freizeitangeboten unter einem Dach.
Wer wie Brambach das Kompass-Projekt unterstützen will, kann Tickets für die Charity-Gala der Volkssolidarität (17. Oktober, Alter Schlachthof, volkssoli-dresden.de) mit TV-Moderator Joachim Llambi (61) kaufen. Der Erlös kommt dem Projekt zugute.
Titelfoto: Screenshot/Volkssolidarität

