Zahlen belegen: Dresdner Stadtfest spült viel Geld in die Kassen

Dresden - Das Canaletto-Stadtfest mit zuletzt geschätzt 600.000 Besuchern im Jahr ist ein massiver Wirtschaftsmotor für Dresden. Was bisher nur vermutet wurde, belegen jetzt auch Zahlen des Stadtmarketings.

Da rollt der Rubel: Das Stadtfest ist ein Wirtschaftsmotor für die Stadt.
Da rollt der Rubel: Das Stadtfest ist ein Wirtschaftsmotor für die Stadt.  © imago/Future Image

So ließ Dresdens Werbe-Chefin Corinne Miseer (49) eine Erhebung durchführen (Kosten: 10.000 Euro), Gäste und Aussteller des Stadtfestes befragen, rund 500 Interviews auswerten.

Ergebnis: Mit rund 92 Millionen Euro Umsatz generierten die Besucher vergangenes Jahr (Einheimische, Tages- und Übernachtungsgäste) mehr Umsatz als Fans auf den vier Rammstein-Konzerten (68 Millionen Euro) oder bei den Finals (55 Millionen Euro).

Fast ein Drittel der Canaletto-Gäste sind kaufstarke Touristen. Von denen kamen 70 Prozent ausschließlich fürs Stadtfest. Die Hotelauslastung an dem August-Wochenende beträgt fast 95 Prozent - der Jahresschnitt liegt bei 62 Prozent.

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Die Zimmerpreise kletterten dabei auf durchschnittlich 136 Euro pro Nacht - normal sind 90 Euro.

Auch Bratwürste werden auf dem Fest gerne gegessen.
Auch Bratwürste werden auf dem Fest gerne gegessen.  © picture alliance/Pressefoto Rudel
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Corinne Miseer (49) ist Dresdens Werbe- und Marketingchefin.
Corinne Miseer (49) ist Dresdens Werbe- und Marketingchefin.  © Thomas Türpe

Stadtfest-Macher hofft auf höheren Zuschuss der Stadt

Stadtfest-Macher Frank Schröder (56, r.) wurde von den Zahlen positiv überrascht.
Stadtfest-Macher Frank Schröder (56, r.) wurde von den Zahlen positiv überrascht.  © Petra Hornig

Wer übernachtet, gibt auf und außerhalb des Stadtfestes (DVB, Kultur, Übernachtung) insgesamt circa 300 Euro pro Tag aus - Einheimische "nur" 47 Euro. Allein 1,3 Millionen Euro Beherbergungssteuer brachte Deutschlands größtes Fest dem Rathaus ein.

"Wow, wir waren selbst überrascht von den tollen Zahlen", freut sich Stadtfest-Macher Frank Schröder (56).

Er hofft, dass so auch die Chancen auf einen höheren städtischen Zuschuss steigen: Der liegt seit 15 Jahren bei 50.000 Euro.

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Selbst bei einer Vervierfachung liege man im Vergleich mit anderen Städten dann noch im unteren Mittelfeld, so Schröder.

Titelfoto: Montage: IMAGO/Future Image, Thomas Türpe

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