Coronavirus in Dresden: Gastronomie in Sachsen soll ab 1500er-Inzidenz schließen

Die Corona-Krise in Dresden: Die Stadt selbst meldete seit Beginn der Pandemie 68.691 Corona-Fälle, aktuell liegt die Zahl der aktiven Fälle bei 11.788 (Schätzwert). Die 7-Tage-Inzidenz des RKI liegt bei 798,4 (Stand 7. Dezember, 12 Uhr; Vortag: 923,2).

In Dresden ist die Inzidenz weit über der 100.
In Dresden ist die Inzidenz weit über der 100.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Seit 22. November gelten in Sachsen erneut verschärfte Maßnahmen.

Alle Kultur- und Freizeiteinrichtungen, Bars, Clubs und Diskotheken schließen.

Die Gastronomie darf unter 2G-Bedingungen bis 20 Uhr geöffnet haben.

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Weihnachtsmärkte wurden abgesagt genauso wie andere Großveranstaltungen.

Diese und weitere Einschränkungen sollen vorerst bis 12. Dezember gelten.

Wir halten Euch hier im Ticker zur aktuellen Lage in Dresden und Sachsen auf dem Laufenden.

+++ Ältere Corona-Updates aus Dresden und Sachsen findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Alle weiteren Infos aus Deutschland und der Welt gibt's in unserem Corona-Liveticker.

Update, 7. Dezember, 19.31 Uhr: OVG: Schließung von Reisebüros rechtens

Die Schließung von Reisebüros im Zuge der Corona-Schutzmaßnahmen ist nach Überzeugung des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) nicht unverhältnismäßig.

Der für Infektionsschutzrecht zuständige Senat hat laut Mitteilung vom Dienstag den ersten Eilantrag gegen die Notfallverordnung des Freistaates abgelehnt, die die Öffnung von Reisebüros für Publikum seit dem 22. November untersagt. Der Beschluss im Verfahren des einstweiligen Rechtsschutzes ist unanfechtbar.

Die Richter sahen die Betriebsschließung als "voraussichtlich rechtmäßig" an. Der Freistaat sei verpflichtet, Maßnahmen zum Schutz von Leben und Gesundheit zu ergreifen, die einen deutlichen Rückgang des Infektionsgeschehens erwarten lassen.

Hygieneschutzmaßnahmen und 2G-Regel im Sinne der nötigen Kontaktreduzierung sind nach Auffassung des Senats weder in Reisebüros noch auf dem Weg dahin oder zurück so effektiv. Sie könnten "im Interesse des Lebens- und Gesundheitsschutzes" zudem für einen beschränkten Zeitraum online oder per Telefon beraten und arbeiten.

Reiseveranstalter und Reisebüros schreiben nach dem historischen Einbruch im Corona-Krisenjahr 2020 auch das laufende Touristikjahr wirtschaftlich weitgehend ab.
Reiseveranstalter und Reisebüros schreiben nach dem historischen Einbruch im Corona-Krisenjahr 2020 auch das laufende Touristikjahr wirtschaftlich weitgehend ab.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 7. Dezember, 19 Uhr: Warnung vor Hass und Gewalt bei Corona-Protesten

Vom künftigen Kanzler Olaf Scholz (63, SPD) kommt eine klare Ansage an Gegner der Corona-Maßnahmen: Aggressivem Verhalten würden sich Demokraten entschieden entgegenstellen, sagte der Politiker am Dienstag.

Schon am Vorabend stoppte die Polizei in Sachsen unzulässige Demonstrationen, in Thüringen und Sachsen-Anhalt mehren sich Forderungen nach einer härteren Gangart. Doch befürchten Experten eher noch Zulauf für die Proteste und eine Radikalisierung - auch wegen der möglichen Impfpflicht. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Hass und Gewalt bei Corona-Protesten: Demonstranten werden immer radikaler".

Die Polizei stoppte einen Zug gegen die Corona-Maßnahmen am Montag durch die Chemnitzer Innenstadt schon nach wenigen hundert Metern.
Die Polizei stoppte einen Zug gegen die Corona-Maßnahmen am Montag durch die Chemnitzer Innenstadt schon nach wenigen hundert Metern.  © Jan Woitas/dpa

Update, 7. Dezember, 18.35 Uhr: Sachsen plant Hotspot-Regelung für Gastronomie: ab 1500er-Inzidenz zu

Sachsens Regierung plant eine moderate Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen. Sie gilt allerdings erst ab einer extrem hohen Sieben-Tage-Inzidenz.

"Für die Gastronomie soll eine Hotspot-Regelung eingeführt werden: Ab einer Inzidenz über 1500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner sollen die Gastronomie-Betriebe schließen müssen", teilte das Sozialministerium am Dienstag mit. Ansonsten sollen für diese Branche die bisherige 2G-Regel (Geimpfte und Genesene) und die Öffnungszeit von 6 bis 20 Uhr gelten. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Ab Inzidenz von 1500: In Sachsens Hotspots müssen Restaurants und Kneipen bald schließen!".

Derzeit dürfen Gastronomie-Betriebe mit der 2G-Regel (geimpft/genesen) bis 20 Uhr öffnen.
Derzeit dürfen Gastronomie-Betriebe mit der 2G-Regel (geimpft/genesen) bis 20 Uhr öffnen.  © Robert Michael/dpa

Update, 7. Dezember, 16.55 Uhr: 31 Intensivpatienten aus Sachsen verlegt

Aus Sachsen sind bislang 31 Intensivpatientinnen und -patienten in andere Bundesländer verlegt worden. Die Transporte gingen nach Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Die Anmeldungen einiger Patienten, die ursprünglich auf der Warteliste standen, wurden demnach von den Kliniken in der Zwischenzeit zurückgezogen.

Weitere Patienten seien derzeit noch nicht über das Kleeblatt-System angemeldet worden. Es werde abgewartet, wie sich die Belegungssituation in den Kliniken in den kommenden Tagen entwickele, hieß es.

Die Lage auf sächsischen Intensivstationen ist derzeit weiter angespannt: 94,3 Prozent der verfügbaren Betten waren am Dienstag belegt, wie aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums hervorging.
Die Lage auf sächsischen Intensivstationen ist derzeit weiter angespannt: 94,3 Prozent der verfügbaren Betten waren am Dienstag belegt, wie aus einer Übersicht des Gesundheitsministeriums hervorging.  © Robert Michael/dpa

Update, 7. Dezember, 15.34 Uhr: DRK: Doppelt so viele Impfungen pro Woche in Sachsen

Mit dem Ausbau der Infrastruktur hat sich die Zahl der wöchentlichen Impfungen in Regie des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Sachsen mehr als verdoppelt. Sie erhöhte sich nach Angaben vom Dienstag im November von etwa 22.000 auf fast 51.000.

Dabei nahmen vor allem Auffrischungsimpfungen zu, die sich fast verdreifachten. "Aber auch die Erstimpfungen sind angestiegen, wenn auch moderat", sagte ein DRK-Sprecher. Seit der letzten Novemberwoche seien es deutlich mehr als zuvor - nach einem plötzlichen Sprung von knapp 5700 auf fast 11.000.

"Die Impfkampagne hat deutlich angezogen mit einem massiven Ausbau der Kapazitäten", sagte der DRK-Sprecher. Seit dem 3. Dezember steht auch das Online-Buchungsportal für die Termine in Impfpunkten und reaktivierten Impfzentren zur Verfügung. "Terminfrei sind nur Sonderimpfaktionen." Das DRK steuert nach eigenen Angaben nur etwa ein Drittel der Kapazität zur Impfkampagne im Freistaat bei, den Großteil trägt die niedergelassene Ärzteschaft.

Sachsen ist weiterhin Schlusslicht der Immunisierung in Deutschland. Laut RKI sind aktuell 58,5 Prozent der Menschen ab zwölf Jahren vollständig geimpft und 13,9 Prozent "geboostert" - bei steigender Tendenz. Die niedrige Impfquote gilt als eine der Hauptursachen für die hohen Inzidenzwerte.
Sachsen ist weiterhin Schlusslicht der Immunisierung in Deutschland. Laut RKI sind aktuell 58,5 Prozent der Menschen ab zwölf Jahren vollständig geimpft und 13,9 Prozent "geboostert" - bei steigender Tendenz. Die niedrige Impfquote gilt als eine der Hauptursachen für die hohen Inzidenzwerte.  © Sebastian Kahnert/dpa

Update, 7. Dezember, 15 Uhr: Forscher: Rechte aktiviert bei Corona-Protesten bislang Unauffällige

An den Corona-Protesten sind nach Einschätzung des Extremismusforschers Oliver Decker zunehmend bislang unauffällige Bürger neben extremen Rechten beteiligt.

"Im Grunde haben wir Menschen, die bislang nicht einmal wegen Falschfahrens auffällig geworden sind, die aber durch Themen, die sie stark emotional betreffen, ansprechbar werden für die organisierte Rechte", sagte der Direktor des Kompetenzzentrums für Rechtsextremismus- und Demokratieforschung an der Universität Leipzig am Dienstag.

Gleichzeitig mobilisiere die gewaltbereite Rechte und nutze die Corona-Pandemie, um die Mitte der Gesellschaft zu erreichen. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Extremismus-Forscher: Rechte aktivieren bei Corona-Protesten bislang unauffällige Bürger".

Impfgegner und Kritiker der Corona-Maßnahmen entzünden am Montagabend Kerzen auf einer Freitreppe vor dem Rathaus in Dresden. Sachsens Landesregierung hatte zuvor die Menschen angesichts drastischer Infektionszahlen auf mögliche weitere Einschränkungen eingestimmt.
Impfgegner und Kritiker der Corona-Maßnahmen entzünden am Montagabend Kerzen auf einer Freitreppe vor dem Rathaus in Dresden. Sachsens Landesregierung hatte zuvor die Menschen angesichts drastischer Infektionszahlen auf mögliche weitere Einschränkungen eingestimmt.  © Sebastian Kahnert/dpa

Update, 7. Dezember, 14.56 Uhr: Sachsen verzichtet aufs Vorziehen der Weihnachtsferien

Sachsen verzichtet trotz hoher Corona-Zahlen auf vorgezogene Weihnachtsferien für Kinder und Jugendliche.

Der Schul- und Kitabetrieb soll unter den bekannten Hygieneregeln bis zu den regulären Weihnachtsferien weiterlaufen, teilte das Kultusministerium am Dienstag mit. Darauf habe sich die Regierung am Dienstag in den Eckpunkten zur neuen Schul- und Kita-Coronaverordnung verständigt. Die Weihnachtsferien beginnen in Sachsen regulär am 23. Dezember und enden am 2. Januar 2022. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "Keine längeren Weihnachtsferien für Sachsens Schüler".

Die Schulen in Sachsen dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln regulär öffnen.
Die Schulen in Sachsen dürfen unter Einhaltung der Hygieneregeln regulär öffnen.  © Sebastian Kahnert/dpa

Update, 7. Dezember, 14.51 Uhr: Erneut Omikron-Verdacht in Sachsen

In Sachsen gibt es erneut einen Verdachtsfall der neuen, als besorgniserregend eingestuften Coronavirus-Variante Omikron. Erste Meldungen aus einem Labor wiesen darauf hin, teilte das Landratsamt des Vogtlandkreises mit. Eine endgültige Bestätigung erfolge durch ein Referenzlabor. Das Ergebnis werde im Laufe der Woche erwartet.

Betroffen ist demnach eine Frau (34), die Ende der vergangenen Woche aus Südafrika zurückgekehrt war. Ein Schnelltest fiel positiv aus. Der anschließend angeordnete PCR-Test ergab dann erste Hinweise auf die Virusvariante. Die Frau hat nach Angaben des Landratsamtes bislang keine Symptome und ist vollständig geimpft.

Der erste Verdachtsfall bei einem Mann (37) der neuen Coronavirus-Variante Omikron in Sachsen hatte sich nicht bestätigt.

Update, 7. Dezember, 13.44 Uhr: Zahlen aus Dresden

Die Stadt Dresden meldete am Dienstag 1015 neue Fälle sowie 69 Klinikeinweisungen.

Eine weitere Person starb am Coronavirus.

Die Inzidenz sank unterdessen auf 798,4 (Vortag: 923,2). Ob der starke Rückgang wirklich repräsentativ ist, ist unklar. Die Gesundheitsämter können aufgrund der Überbelastung nicht alle Fälle pünktlich melden.

Update, 7. Dezember, 11.15 Uhr: Inzidenz in Sachsen sackt ab - Aber starke Zweifel an Zahlen

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Corona-Hotspot Sachsen ist nach einer am Dienstag vom Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlichten Statistik deutlich gesunken. Demnach betrug die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Dienstag 1082,1, nachdem sie am Montag bei 1234,4 gelegen hatte.

Allerdings gibt es starke Zweifel an den Zahlen, weil offensichtlich nicht alle Daten aus dem Freistaat an das RKI übermittelt werden konnten.

Der Grund sei bisher unbekannt, teilte das Sozialministerium in Dresden auf Anfrage mit. Bei der Übertragung habe es keine Fehlermeldung gegeben. Die Daten seien am Dienstagfrüh noch einmal per Mail an das RKI geschickt worden.

Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) hatte wiederholt klargestellt, dass wegen Überlastung der Ämter womöglich nicht alle Infektionszahlen pünktlich gemeldet werden können.

Von Montag auf Dienstag meldeten die Gesundheitsämter für Sachsen 949 Neuinfektionen. Auch diese Angabe gibt einen Hinweis darauf, dass nicht alle Fälle vom RKI erfasst sein können. Am Montag lag die Anzahl der Neuinfektionen noch bei 4242.

Titelfoto: Robert Michael/dpa

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