Showdown ums Ärztehaus im Stadtrat: Wie wollen Fraktionen abstimmen?

Dresden - Der drohende Abriss des Ärztehauses am Albert-Wolf-Platz in Dresden-Prohlis hat für großen Wirbel gesorgt. Patienten fürchteten um die Zukunft des medizinischen Standorts, mehrere Praxen beklagten fehlende Alternativen. Nun befasst sich der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag mit der Thematik.

Der Stadtrat entscheidet am Donnerstag über die Zukunft des Grundstücks am Albert-Wolf-Platz, worauf sich derzeit (noch) das Ärztehaus befindet.  © TAG24

Zur Abstimmung steht eine Beschlussempfehlung des Bau-Ausschusses zur Überführung des Grundstücks in den Bestand der Stadtentwicklungsgesellschaft STESAD. Nur so kann die Verwaltung das geplante Azubi-Wohnheim errichten lassen.

Im Papier enthalten ist ein Änderungsantrag der CDU-Fraktion, welcher den OB beauftragt, allen bisherigen Mietern nachweislich ein adäquates ortsnahes Angebot für einen alternativen Standort zu unterbreiten. Solange dies nicht erfüllt ist, müsse der Freizug der Immobilie und der Abriss ausgesetzt werden, heißt es.

Im Ausschuss wurde der Beschlussvorschlag mit nur einer Enthaltung und keinen Nein-Stimmen angenommen. Ein solches Ergebnis wird auch im Stadtrat erwartet.

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Sowohl Grüne, CDU als auch AfD erklärten auf TAG24-Anfrage, für die Empfehlung zu stimmen. Damit wäre bereits die Mehrheit gegeben.

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CDU-Stadtrat Mario Schmidt fordert gesicherte Alternative für Hausarztpraxis

CDU-Stadtrat Mario Schmidt (51) will mit einem Änderungsantrag die Bedeutung der hausärztlichen Versorgung unterstreichen.  © Eric Münch

Zusätzlich zur Beschlussempfehlung will die CDU-Fraktion auch noch über einen weiteren Änderungsantrag abstimmen lassen, dessen Ziel es ist, die lückenlose hausärztliche Versorgung sicherzustellen.

"Die Hausarztpraxis versorgt rund 15.000 Menschen", erklärt Stadtrat Mario Schmidt (51) gegenüber TAG24. Für diese große Anzahl an Patienten müsse es unbedingt eine gesicherte Alternative geben.

Schmidts Aussage zufolge läuft der Mietvertrag des Allgemeinmediziners am Albert-Wolf-Platz noch bis September 2027. "Die Stadt muss daher ihre Bemühungen intensivieren, um eine vorzeitige und einvernehmliche Auflösung des Mietverhältnisses zu erreichen."

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Dies sei der Verwaltung bislang nicht gelungen.

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